Das innere Auge (Mind`s Eye) 5-16

Regie: Kim Manners
Buch: Tim Minnear
Hauptdarsteller:

David Duchovny (Fox Mulder)

     Gillian Anderson (Dana Scully)
     Mitch Pileggi (Director Walter Skinner)
Nebendarsteller: Lili Taylor (Marty Glenn)
  Blu Mankuma (Detective Pennock)
  Richard Fitzpatrick (Charles Wesley Gotts)
  Henri Lubatti (Dr. Wilkenson)
  Peter Kelamis (Ada Costa)
Handlung: Mulder vermutet, daß eine blinde Frau die Fähigkeit besitzt, durch die Augen eines Mörders zu blicken.
     
Als Marty Glenn, eine Frau in den Zwanzigern, um ihr Apartment geht, erlebt sie plötzlich eine interne Vision. Vor lauter Schreck sieht sie, wie sich ein Mörder mit einem Sprungmesser in der Hand auf einen anderen Mann, der vor einem Waschbecken steht, zu bewegt. Etwas später wird die Polizei zu einem Motel gerufen, wo die Leiche des Mordopfers auf dem Boden im Badezimmer liegt. Marty wird mit einem blutigen Schwamm in ihrer Hand in der Dusche gefunden. Als die Beamten Marty die Handschellen anlegen wollen, bemerken sie, daß sie blind ist. Scully und Mulder treffen sich mit Detective Lloyd Pennock vom Morddezernat, dem der Fall zugewiesen wurde. Pennock erklärt, daß Marty unter normalen Umständen des Mordes angeklagt werden würde. Da sie jedoch von Geburt an blind ist, kann er sich nicht erklären wie und warum sie es geschafft hat, den Heroindealer Paco Ordonez zu töten. Pennock bringt zum Ausdruck, daß er 48 Stunden Zeit hat, um den Bezirksanwalt davon zu überzeugen, daß seine Verdächtige eine Art "sechsten Sinn" besitzt, oder zu warten, daß sie den Nächsten tötet. Die Detectives treffen sie mit Marty in ihrer Gefängniszelle. Während der Befragung stellt sich heraus, daß Marty, die eine unkooperative Haltung angenommen hat, etwas weiß, was nur der Mörder wissen kann. Während Mulder Martys Lügendetektortest überwacht, schaut sich Scully den Ort des Verbrechens an. Dort entdeckt sie hinter dem Badezimmerspiegel einen blutigen Lederhandschuh. In der Zwischenzeit findet Mulder durch die geschickte Formulierung einer Frage heraus, daß Marty irgendwie Zeugin des Mordes geworden ist. Marty erlebt eine weitere Vision In diesem Fall nähert sich der Killer einer attraktiven Frau namens Susan Forester, die in einer Bar sitzt. Marty erkennt den Namen der Bar, der in einem Spiegel reflektiert wird. Sie verlangt nach der Erlaubnis, ein Telefongespräch führen zu dürfen. Mit Hilfe eines Vermittlers der Auskunft ruft sie in der Bar an und kontaktiert den Mörder, einen Mann namens Gotts. Sie warnt ihn, die Frau in Ruhe zu lassen. Scully bringt den blutigen Handschuh ins Gefängnis. Sie informiert Marty, daß ihre Fingerabdrücke auf dem Handschuh entdeckt wurden und, was vielleicht von viel größerer Bedeutung ist, die Handschuhe passen ihr perfekt. Pennock kommt zu dem Schluss, daß Marty die Mörderin ist. Mulder wird jedoch von Zweifel geplagt. Scully bietet ihm daraufhin ein plausible Erklärung an: Marty ist vielleicht gar nicht blind. Sie weitet ihre Theorie aus und erzählt von Krankheiten, die ein Sehen auf einer unterbewussten Ebene ermöglichen. Als Marty sich einer Augenuntersuchung unterzieht, wird sie plötzlich von einer weiteren Vision getroffen. Mulder bemerkt die Reaktion auf einem Messschirm, den der Augenarzt benutzt. Marty weigert sich jedoch, zu erzählen, was sie gesehen hat. Obwohl der Arzt zu dem Schluss kommt, daß Marty vollkommen blind ist, teilt Mulder Pennock und dem Bezirksanwalt mit, daß es einen Beweis einer neurologischen Aktivität gibt, die die Pupillen erweitern ließ, vielleicht eine physikalische Reaktion auf die Bilder vor dem inneren Auge. Der Bezirksanwalt kommt zu dem Schluss, daß es unmöglich ist, eine blinde Frau nur aufgrund von Fingerabdrücken zu verurteilen. Aus diesem Grund wird Marty aus der Haft entlassen. Während Marty durch die Stadt geht, erlebt sie eine weitere Vision. Dieses Mal sieht sie, wie Gotts die Frau aus der Bar angreift. Mit der Hilfe eines Passanten begibt sch Marty in die Gasse, in der der Angriff stattgefunden hat. Sie entdeckt die Leiche der Frau in einem Müllcontainer. Marty begibt sich daraufhin zurück ins Polizeirevier und bekennt sich zu beiden Morden schuldig. Marty liefert Pennock die Adresse eines Schließfaches, in dem sich eine Tasche mit Gotts Heroin befindet. In der Zwischenzeit haben Laboruntersuchungen ergeben, daß keiner der Blutflecken auf dem Handschuh mit Martys Blutgruppe übereinstimmt, was natürlich Mulders Theorie von Martys Unschuldigkeit bestätigt. Mulder ist dermaßen zuversichtlich, daß er sich Marty direkt nähert. Er erzählt ihr, daß er den Polizeibericht gefunden hat, der den Mord an ihrer Mutter beschreibt - eine einzelne Stichwunde in der rechten Niere, was genau der Art und Weise entspricht, wie Ordonez und Forester umgekommen sind. Mulder kommt zu dem Schluss, daß Marty ihren einzigartigen Sinn erworben hat, als ihre zu dem Zeitpunkt schwangere Mutter in den Händen ihres Mörders gestorben ist. Marty wird aus dem Gefängnis entlassen, nachdem die Polizei die Fingerabdrücke aus dem Schließfach als die von Gotts identifiziert hat, der, wie sich herausstellt, Martys Vater ist. Marty teilt der Polizei mit, daß Gotts, der erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurde, in der Blarney Stone Taverne gefunden werden kann. Mulder und Scully machen sich auf den Weg in diese Bar und warten dort auf Gotts Erscheinen. In der Zwischenzeit stellt Pennock einige Beamte zum Schutz in Martys ab. Marty erlebt eine weitere Vision, in der sie sieht, wie Gotts Namensschilder in der Lobby liest. Mit einer Kaffeetasse schlägt sie Pennock ohnmächtig. Sie zieht seine Waffe aus dem Halfter, nimmt ihre Position ein und wartet auf Gotts. In der Zwischenzeit wird Mulder klar, daß die blinde Marty seit über 30 Jahren Visionen aus Gotts Gefängniszelle erlebt hat. Er teilt Scully mit, daß sie von Marty aus einem bestimmten Grund irregeführt wurden - um Gotts davon abzuhalten, wieder ins Gefängnis zu gehen. Die beiden eilen zu Martys Apartment. wo sie Gotts tot auf dem Boden liegend vorfinden. Später bittet Marty nicht um eine besondere Behandlung in ihrer Verteidigung und wird zu einer Gefängnisstrafe verurteilt - wo sie endlich von Gotts befreit ist.