Millennium (Millennium) 7-5

Regie: Thomas J. Wright
Buch: Vince Gilligan / Frank Spotnitz
Hauptdarsteller:

David Duchovny (Fox Mulder)

     Gillian Anderson (Dana Scully)
     Mitch Pileggi (Director Walter Skinner)
Nebendarsteller: Lance Henriksen (Frank Black)
  Holmes Osborne (Mark Johnson)
  Colby French (Deputy)
  Brittany Tiplady (Jordan Black)
Handlung: Zusammen mit dem ehemaligen FBI-Agenten Frank Black versuchen Mulder und Scully in einem Wettlauf gegen die Zeit ein apokalyptisches Mysterium zu lösen und die Mitglieder der Millennium-Gruppe zu stoppen, die die Fähigkeit besitzen, die Toten zum Leben zu erwecken, und planen, diese Kraft einzusetzen, um die Menschheit auszulöschen, wenn das Millennium zu Ende geht.
     
Auf einer Trauerfeier in Tallahassee in Florida beklagt eine Witwe, daß ihr Ehemann Raymond Crouch keinen Abschiedbrief hinterlassen hat. Sie wird von Mark Johnson begrüßt, der ihr erzählt, daß er mit dem Verstorbenen zusammengearbeitet hat. Als sich die Trauergäste die Kapelle verlassen, schleicht sich Johnson aus dem Dunkel heran. Er beginnt, die Leiche zu entkleiden und rezitiert immer und immer wieder eine Passage aus der Bibel wie eine Art Mantra. John schaltet ein Mobiltelefon ein, legt es in die Hand des Toten und positioniert den Daumen des Mannes auf den "Talk" Button. Acht Tage später, am 29. Dezember 1999, wartet Johnson vor dem Friedhof. Der Regen plätschert auf seinen Truck nieder, während er auf das frisch angelegte Grab starrt. Ein Handy auf seinem Armaturenbrett klingelt, und ohne den Anruf zu beantworten, schnappt sich Johnson eine Schaufel und stürmt auf den Grabstein zu. Am nächsten Tag begeben sich Mulder und Scully zum Friedhof und untersuchen das inzwischen ausgehobene Grab. Scully bemerkt die zerrissene Auskleidung des Sarges und vermutet, daß jemand versucht hat, herauszukommen. Mulder bestätigt dies und fügt hinzu, daß die Fingerabdrücke um das Grab herum von dem verstorbenen Crouch stammen. Scully vermutet, daß die Beweise gefälscht sind, und daß es sich um einen Grabraub handelt, doch beide sind von einem Bogen von getrocknetem Blut auf dem nahegelegenen Gras fasziniert. Mulder und Scully wohnen einer Besprechung des Falles bei, die von Assistant Director Walter Skinner geleitet wird. Andere Agenten berichten, daß es keine Motive für einen Selbstmord von Crouch und einen Grabraub gibt. Mulder bringt sich in die Diskussion ein und behauptet, daß es sich bei diesem Fall um Nekromanie handelt das Einberufen der Toten. Er beschreibt den Blutbogen als Teil eines magischen Kreises, der den Geisterbeschwörer vor den beschwörten Geistern schützen soll. Mulder glaubt außerdem, daß der Geisterbeschwörer die Kleider des Toten angezogen hat, um eine Art Verbindung mit dem Verstorbenen einzugehen. Seltsamerweise ist Skinner von Mulders Theorie angetan und läßt die anderen Agenten gehen. Er zeigt Mulder und Scully die Akten von drei weiteren Männern, die allesamt ehemalige FBI-Agenten waren, genau wie Crouch. Alle drei wurden in der letzten Zeit exhumiert, nachdem sie Selbstmord gegangen hatten. Skinner glaubt, daß diese Männer Mitglieder der Millennium-Gruppe waren, einer beratenden Organisation bestehend aus ehemaligen FBI-Agenten mit einer Prophezeiung die sich auf das nahende Millennium konzentriert. Er bittet die Agenten, sich bei der Untersuchung der Millennium-Gruppe zurückzuhalten. Mulder und Scully statten zuerst Frank Black, einem kriminologischen Profiler, der einst als Berater für die Millennium-Gruppe tätig war, in einem psychiatrischen Krankenhaus einen Besuch ab. Frank hat sich offensichtlich selbst zur Beobachtung in die Psychiatrie eingewiesen. Die Agenten befragen ihn über die Millennium-Gruppe, doch Frank nimmt zu dem Fragen keine Stellung und konzentriert sich auf ein Footballspiel im Fernsehen. Er bezieht sich auf das Fernsehen und behauptet, daß es sich um den ersten Versuch handelt und noch 18 Yards zu gehen sind. Daraufhin korrigiert ihn Mulder und sagt, daß es sich um den dritten Versuch handelt und noch 10 Yards zu gehen sind. Als Frank darauf jedoch nicht antwortet, verlassen ihn Mulder und Scully frustriert. Mark Johnson, der immer noch sein Beerdigungsmantra wiederholt, begibt sich mit dem Körper nach Norden. Als er in Maryland anhält, um einen platten Reifen zu wechseln, bietet ihm ein Sheriff seine Hilfe an. Der Deputy wird jedoch misstrauisch, als er den Geruch bemerkt, der aus dem Wagen steigt, und öffnet die Tür. Während der Deputy den Wagen untersucht, macht Johnson einen eigenartigen Kreis aus Salz um seine eigenen Füße und wiederholt sein Gebet. Der Deputy öffnet die Rückseite des Vans und ist von dem Anblick der Leiche von Raymond Crouch schockiert. Doch Crouch ist nicht tot und erhebt sich, um den Deputy anzugreifen. Während des Kampfes schließt Johnson seine Augen. Am nächsten Morgen untersuchen Mulder und Scully den Schauplatz des Verbrechens. Die örtliche Polizei hat die Leiche des Deputys gefunden, die sorgfältig begraben wurde. Sein Mund ist gefüllt mit Salz und einer Nachricht mit einer biblischen Passage aus dem Buch der Offenbarung, Kapitel 1, Vers 18. Mulder erkennt eine Verbindung und kehrt mit Scully zu Frank Black in die Psychiatrie zurück. Dort fragt er Frank, warum er den Hinweis durch den Spielstand gegeben hat, wenn er nicht in die Sache verwickelt werden möchte. Frank gibt zu, daß er versucht, das Sorgerecht für seine Tochter wiederzuerlangen und sich von seiner früheren Arbeit distanzieren möchte. Widerwillig erklärt er sich bereit, den beiden zu helfen, und erklärt, daß ein Teil der Millennium-Gruppe glaubt, daß sie das Ende der Welt verursachen können, indem sie sich vor der Dämmerung des neuen Jahrtausends umbringen. Frank erstellt ein Profil des Geisterbeschwörers und beschreibt ihn als Einzelgänger, der den Umgang mit dem Tod gewohnt ist. Er vermutet, daß die Nachricht und das Salz im Mund des Deputys platziert wurde, damit dieser nicht von den Toten wieder auferstehen kann. Frank ist überzeugt, daß der Geisterbeschwörer zum Leichnam zurückkehren wird, wenn er erfährt, daß der Deputy gefunden wurde. Scully eilt ins Leichenschauhaus, um den Geisterbeschwörer abzufangen. Mit der Hilfe von Franks Profil macht sich Mulder auf seine eigene Suche nach Johnson. Da der Coroner gerade damit beschäftigt ist, das Salz zu entfernen, überhört er Scullys wiederholte Anrufe. Als Scully ankommt, ist der Coroner so gut wie tot. Sie sieht Mark Johnson und richtet ihre Waffe auf ihn, ist jedoch erstaunt, als der tote Deputy auf sie zutaumelt. Obwohl sie drei Mal auf seinen Brustkorb zielt, kommt er weiter auf sie zu, greift sie an und schlägt ihr die Waffe aus der Hand. Etwas später erscheint Skinner und ist erleichtert, daß Scully nur ein paar Kratzer abbekommen hat. Sie weiß nicht so recht, wie sie erklären soll, was passiert ist, sagt jedoch, daß der Geisterbeschwörer sie gerettet hat, indem er mit ihrer Waffe dem Deputy in den Kopf geschossen hat. In der Zwischenzeit hält Mulder vor einem Haus in Maryland. Er geht ein Liste von Personen durch, auf die Franks Beschreibung passt und Mark Johnson ist der letzte auf dieser Liste. Mulder bemerkt einen leeren Beutel von Koscher-Salz im Abfalleimer. Er steckt sich eine Handvoll Salz ein, klettert über den Zaun und durchsucht das Haus. Eine Kellertür ist mit großen Holzbalken verschlossen. Er öffnet sie und begibt sich in die Dunkelheit. Zuerst bemerkt er nicht Körper, die sich vom Boden erheben, doch als er von vier untoten Kreaturen umgeben ist, versucht er, die Treppe hinaufzustürmen. Als er die Tür erreicht, erscheint Johnson und schlägt sie zu. Mulder ist nun im Keller des Geisterbeschwörers zusammen mit den Zombies eingesperrt. Zurück im Krankenhaus bittet Scully Frank um Hilfe bei der Suche nach dem vermissten Mulder. Sie erzählt ihm vom Angriff des wieder auferstandenen Deputys im Leichenschauhaus und fragt Frank, ob er glaubt, daß die Millennium-Gruppe in der Lage ist, ein Armageddon herbeizuführen. Wieder einmal hüllt sich Frank in Schweigen. Nachdem Scully jedoch gegangen ist, checkt Frank aus dem Krankenhaus aus und begibt sich zu Johnsons Haus. Johnson ist erfreut darüber, Frank zu sehen, da Mulder einen der Zombies getötet hat, und er nun ein viertes Mitglied benötigt. Frank sagt, daß er nicht geglaubt hat, daß Johnson in der Lage ist, die Toten zu erwecken. Er sei nur gekommen, weil er gehört hatte, daß der Geisterbeschwörer erfolgreich war. Die Uhr schlägt 10:13, als Johnson seinen Fünf-Schuß-Revolver lädt und beginnt, das bekannte Beerdigungsritual zu zitieren. Frank vervollständigt die Passage und richtet die Waffe auf Johnson. In der Zwischenzeit erhält Scully in ihrem Auto einen Anruf von Skinner. Sie haben Gespräche von Frank und den anderen Gruppenmitgliedern zu einem Haus in Maryland zurückverfolgt. Währenddessen fesselt Frank Johnson und öffnet die Kellertür. Er ruft nach Mulder, der in einem kleinen Kreis aus Salz steht. Obwohl sein Arm blutet, wird Mulder durch den Kreis geschützt. Er teilt Frank mit, daß er auf die Köpfe zielen soll, da dies die einzige Möglichkeit ist, die Zombies zu stoppen. Frank verschafft sich Licht und durchsucht den Keller. Einer der Zombies erscheint und Frank tötet ihn mit einem Kopfschuss. Ein weiterer Zombie taucht auf und zieht Frank nach unten. Die beiden kämpfen, bis sich Mulder die Waffe schnappt und der Kreatur in die Schläfe schießt. Mulder versucht, Frank wieder auf die Beine zu helfen, als der letzte Zombie auftaucht und einen Angriff auf die beiden startet. Mulder erhebt die Waffe und drückt ab, doch das Magazin ist leer. Die Kreatur fällt zu Boden, nachdem ein Schuss aus Scullys Waffe fällt, die just in diesem Moment am oberen Ende der Treppe erscheint. Wenige Minuten vor Mitternacht sitzt Frank alleine in einem Warteraum und schaut Dick Clark im Fernsehen, der das neue Millennium auf dem Times Square begrüßt. Scully betritt den Raum um ihm zu erzählen, daß Mark Johnson in eine Psychiatrie eingewiesen wurde. Doch sie lächelt und informiert ihn darüber, daß sie noch eine Besucherin dabei hat: Seine Tochter Jordan, die in die Arme ihres Vaters springt. Mulder erscheint mit einem Arm in einer Schlinge, doch Frank und Jordan gehen einen Moment vor Mitternacht. Die Agenten bleiben um den Jahreswechsel im Fernsehen zu beobachten und starren ausdruckslos auf die Nachtschwärmer, die sich auf dem Times Square küssen. Mulder schaut zu Scully hinüber und sie bemerkt den Glanz in seinen Augen. Er lehnt sich zu ihr hinüber, um sie zu küssen, und es dauert etwas länger als ein gewöhnlicher Kuss zwischen zwei Freunden. Ihre Lippen trennen sich wieder und beiden lächeln. "Die Welt ist nicht untergegangen", nuschelt Mulder. "Nein, ist sie nicht", erwidert Scully. Daraufhin gehen die beiden durch die Eingangshalle, um das neue Jahr zu begrüßen.