Tor zur Hölle (Orison) 7-7

Regie: Rob Bowman
Buch: Chip Johannessen
Hauptdarsteller:

David Duchovny (Fox Mulder)

     Gillian Anderson (Dana Scully)
     Mitch Pileggi (Director Walter Skinner)
Nebendarsteller: Scott Wilson (Reverend Orison)
  Nick Chinlund (Donald Pfaster)
  Steve Rankin (US Marshall Daddo)
  Emilio Rivera (Brigham)
Handlung: Reverend Orison hofft, Donnie Pfasters Seele zu retten, indem er ihm hilft, aus dem Gefängnis auszubrechen. Doch Pfaster will nur das Opfer, das ihm einst entwischt ist, Scully.
     
Der Reverend Orison predigt in einer kleinen Kapelle im Hochsicherheitsgefängnis von Marion im US-Bundesstaat Illinois. Jedes Mal, wenn er den Satz "Glory, amen" ausspricht, stampfen die Gefangenen gemeinsam mit ihren Füssen auf den Boden. Der Einzige, der mit versteinertem Gesicht still dasitzt, ist Donnie Pfaster, ein Fetischist, der einst Scully entführt hatte. Später verfängt sich der Häftling Brigham in der Bekleidungsfabrik mit seinen Fingern in einer elektrischen Säge. Als die Wächter und die anderen Häftlinge ihm zur Hilfe eilen, scheint die Zeit langsamer zu verlaufen und Pfaster entkommt unbemerkt. In Washington wird Scully von einer Windböe geweckt. Sie steht auf, um das Fenster zu schließen und bemerkt die Bibel auf ihrem Sekretär. Ihr Radiowecker zeigt blinkend 6:66 an. Sie greift nach dem Wecker, doch dieser schaltet sich ab und wieder an. Jetzt zeigt die Uhr 6:06. Am nächsten Tag werden Mulder und Scully zur Strafvollzugsanstalt von Marion gerufen, um dabei zu helfen, den entflohenen Sträfling zu finden, den sie zuvor hinter Gitter gebracht hatten, Donnie Pfaster. Mulder versucht, Scully zu überreden, sich von dem Fall entbinden zu lassen, doch sie ist unerbittlich und sagt, daß sie keine andere Wahl hat. Die Agenten verhören den Gefangenen Brigham, dessen Hände wieder in Ordnung sind. Er stellt seine Heilung als ein Wunder Gottes dar und rezitiert "Glory, amen" und klopft unbewusst mit seinen Füßen. Mulder erkennt die posthypnotische Suggestion und schlägt ein Gespräch mit dem Geistlichen des Gefängnisses vor. Ein Song ertönt kaum hörbar durch das Lüftungssystem und beängstigt Scully. Sie sagt, daß sie ihn seit ihrer Highschoolzeit nicht mehr gehört hat. Die jugendliche Ausreißerin Blueberry nähert sich Pfaster in einem Diner. Er bietet ihren dreckigen Händen eine Maniküre an. Reverend Orison unterbricht die beiden und teilt Pfaster mit, daß er derjenige war, der geholfen hat, den Ausbruch zu inszenieren. Bundesmarshals stürmen das Restaurant und Pfaster beschuldigt Orison, ihn in die Sache hineingezogen zu haben. Unverzüglich gibt Orison ihm seine Autoschlüssel, und während die Zeit wieder stehen zu bleiben scheint, entkommt Pfaster unauffällig. Auf dem Parkplatz überfährt Pfaster Orison und läßt ihn schwerverletzt liegen. Später im Krankenhaus versucht Orison, an Scullys Glauben zu appellieren. Sie ist verwirrt, als er sie "Scout" nennt und noch beunruhigter, als sie den Song aus ihrer Jugend wieder hört. Mulder erscheint und berichtet von Pfasters letztem Opfer, wobei er Orison als Lügner bezeichnet. Er glaubt, daß Orison ein verurteilter Mörder ist, der beabsichtigt, Donnie Pfaster zu töten, wenn er aus dem Gefängnis kommt. Scully hat jedoch ihre Zweifel an Mulders Theorie. Sie erzählt ihm, daß sie um 6:06 Uhr aufgewacht ist, zu der Zeit, als Pfaster aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Der Song, den sie ständig hört, lief im Radio, als sie erfahren hat, daß ihr Sonntagsschullehrer ermordet wurde. Der Lehrer nannte sie einst "Scout". Sie teilt Mulder mit, daß sie das erste Mal geglaubt hat, daß das Böse in der Welt existiert, als ihr Lehrer getötet wurde. Mulder versucht, ihre Gedanken von göttlicher Eingebung zu widerlegen, indem er ihr auf dem Computer eine Hochgeschwindigkeitsaufnahme von Orisons Gehirn zeigt. Orison hat sich ein Loch in seinen Schädel gebohrt, damit mehr Sauerstoff in sein Gehirn gelangen kann, was ihm augenscheinlich spezielle Kräfte verliehen hat, um die Zeit anzuhalten. Mulder prophezeit, daß Orison wirklich glaubt, daß er als Werkzeug Gottes arbeitet, um Pfaster vom Töten anzuhalten. Orison benutzt seinen Kirchengesang "Glory, amen", um den Marshall zu hypnotisieren, der ihn bewacht, woraufhin er entwischt. Eine rothaarige Prostituierte besucht Pfaster, doch als dieser erkennt, daß sie eine Perücke trägt, wird er wütend und greift sie an. Die Prostituierte schlägt Pfaster bewusstlos und geht. Orison taucht auf und nimmt Pfaster mit auf einen Friedhof. Während er ihm ein Grab schaufelt, bittet er Pfaster, für seine Sünden Reue zu zeigen. Pfaster sagt, daß Orison ihn nicht töten kann. Als Orison in Pfasters Gesicht schaut, hat er sich in die Reinkarnation des Teufels verwandelt. Pfaster tötet Orison und begräbt ihn in dem Grab. Am nächsten Morgen inspizieren Mulder und Scully die Grabstätte und entscheiden, daß ihre Beteiligung an diesem Fall beendet ist und kehren nach Washington zurück. Scully kommt in ihrem Apartment an und macht sich bettfertig, als plötzlich der Strom ausfällt und das Radio blinkend 6:66 anzeigt. Plötzlich stürmt Donnie Pfaster aus dem Wandschrank und greift Scully an. Die beiden kämpfen und Pfaster gewinnt und fesselt Scully. An seinem eigenen Bett stellt Mulder seinen Radiowecker und hört Scullys Song im Radio. Er denkt über diesen Zwischenfall nach und entscheidet sich dazu, Scully anzurufen. Sie antwortet nicht. In der Zwischenzeit ist es Scully gelungen, ihre gefesselten Hände vor ihren Körper zu bringen, so daß sie über den Fußboden kriechen kann, um an ihre Waffe zu gelangen. Pfaster ist damit beschäftigt, Kerzen anzuzünden und ein Bad einzulassen. Sein Blick fällt auf Scully, als Mulder mit gezogener Waffe durch die Tür bricht. Während die Waffe auf Pfaster gerichtet ist, befreit sich Scully von ihren Fesseln und schießt auf Pfaster. Später, als die Polizei den Schauplatz untersucht, versucht Mulder, die zitternde Scully zu trösten und sagt ihr, daß er in seinem Bericht hervorheben wird, daß sie keine andere Wahl hatte, als Donnie Pfaster zu töten. Er fragt sie, ob sie glaubt, daß Gott sie dazu gebracht hat, den Abzug zu drücken. Statt zu antworten fragt Scully, ob es nicht etwas wirklich Böses war, das sie dazu gebracht hat, einen Racheakt zu vollziehen.