Der unglaubliche Maleeni (The Amazing Maleeni) 7-8

Regie: Thomas J. Wright
Buch: Vince Gilligan / John Shiban / Frank Spotnitz
Hauptdarsteller:

David Duchovny (Fox Mulder)

     Gillian Anderson (Dana Scully)
     Mitch Pileggi (Director Walter Skinner)
Nebendarsteller: Ricky Jay (Herman & Albert Pinchbeck)
  Jonathan Levit (Billy LaBonge)
  Robert LaSardo (Cissy Alvarez)
Handlung: Ein Magier wird tot aufgefunden, nachdem er seinen Kopf vor einem erstaunten Publikum um 360 Grad gedreht hat, doch Mulder und Scully glauben, daß er ermordet wurde.
     
Am Santa Monica Pier in Kalifornien sitzt der verblüffende Maleeni in seinem Auftrittssmoking auf der Stoßstange seines schrottreifen Transporters, bereit für die Durchführung eines magischen Tricks. Ein junger Boss sagt ihm, daß er bereit ist, anzufangen. "Dies wird meine allergrößte Show überhaupt werden", sagt Maleeni, bevor er sich der Bühne nähert. Er führt einige rudimentäre Tricks auf, während er die Geschichte der großen Magier rezitiert. Ein Junge im Publikum fordert ihn auf, einen spannenderen Trick zu zeigen. Maleeni geht auf den Jungen, Billy LaBonge, ein und kündigt an, daß er ein Kunststück des ägyptischen Magiers Dedi präsentieren wird, indem er einen abgetrennten Kopf wieder anfügt. Während die Menge schweigt, dreht Maleeni seinen Kopf unglaublicherweise einmal um seinen Hals. Das Publikum applaudiert und Maleeni wirft einen Blick auf LaBonge, der gegangen ist. Nach der Show geht der junge Boss zu Maleeni in seinen Transporter, doch der Magier sitzt bewegungslos auf dem Fahrersitz. Der Boss tippt ihn an, woraufhin Maleenis Kopf seinen Körper herunterrollt, durch das offene Fenster fällt, und der kopflose Körper hinter dem Lenkrad bleibt. Mulder und Scully untersuchen den Ort des Verbrechens am darauffolgenden Tag. Während Scully recht uninteressiert ist und denkt, daß es sich hierbei um einen gewöhnlichen Mordfall handelt, ist Mulder der Überzeugung, daß Maleenis großer magischer Trick irgendwie schiefgelaufen ist. Die beiden schauen sich die Aufnahmen eines Camcorders an, die ein Tourist während der Show gemacht hat. Sie verdächtigen den Zwischenrufer, können jedoch sein Gesicht nicht sehen. Scully bemerkt, daß der Mann einen Sodabecher wegschmeißt. Die Fingerabdrücke auf dem Becher führen die Agenten zu Billy LaBonge, einem weiteren kleinspurigen Magier mit einem Vorstrafenregister. LaBonge beschreibt Maleeni als schlechten Magier mit Spielschulden. Als die Agenten sich umdrehen, um zu gehen, hält LaBonge sie auf, um ihnen ihre FBI-Ausweise zurückzugeben. Die beiden hatten nicht einmal mitbekommen, daß er ihnen diese entwendet hatte. Später stattet LaBonge einem Kredithai wegen Maleenis Schulden einen Besuch ab. LaBonge bietet ihm an, zu helfen. das zehnfache des Geldes zu machen, daß ihm Maleeni geschuldet hat. Alvarez ist sehr interessiert, als er das Versprechen hört. Scully beendet die Autopsie an Maleeni und findet heraus, daß sein Kopf abgesägt und mit einem Kleber wieder angefügt wurde. Pinchbeck jedoch starb an einem Herzinfarkt und wurde für mehr als einen Monat gekühlt. Mulder und Scully begeben sich nach Los Angeles, um Pinchbecks Bruder Albert aufzusuchen, der in einer Bank arbeitet. Dieser ist der exakte Zwillingsbruder von Maleeni und trägt eine Halskrause. Albert sagt, daß er gewöhnlicherweise zusammen mit seiner Bruder aufgetreten ist. Daraufhin führt er einen Trick vor, bei dem Mulder eine Karte vom Stapel ziehen muss. Mulder vermutet, daß Albert an dem Pier einen letzten Trick zum Gedenken an seinen Bruder aufgeführt hat. Albert entgegnet jedoch, daß er nicht in der Show gewesen sein kann, da er in einem Rollstuhl sitzt und keine Beine mehr besitzt. Da Mulder und Scully nicht mehr so recht weiter wissen, bringen sie LaBonge zu Maleenis Wagen, um nach Hinweisen zu suchen. LaBonge glaubt, daß er ein geheimes Abteil finden wird, in dem die Leiche vielleicht versteckt gewesen sein könnte, doch es kommt nichts zum Vorschein. Mulder findet jedoch einen von Pinchbecks Glücksspiel Schuldscheinen. In der Bank bewundert Pinchbeck die Waffe des Sicherheitsmannes des Kurierdienstes. Kurz darauf wird er von Alvarez besucht, der ihn bedroht. Albert bemerkt das besondere Tattoo auf Alvarez' Hand. In der Zwischenzeit findet der Sicherheitsmann einen maskierten Mann in ihrem gepanzertem Wagen und schießt auf ihn. Der Mann entkommt, doch die Wachmänner bemerken das Tattoo auf seiner Hand. Außer Sichtweite nimmt der Mann die Maske ab. Es ist LaBonge und er ist unverletzt. Er wischt sich das Tattoo mit einem Handtuch ab. Mulder und Scully befragen Alvarez über den Schuldschein, doch dieser behauptet, nichts von einem Mord zu wissen. Mulder vertraut Scully an, daß er glaubt, daß sie in die Irre geleitet werden, wie bei einem Zaubertrick. LaBonge beobachtet, wie die beiden Agenten den Billard-Tempel von Alvarez verlassen und ruft den Notruf an. Er geht hinein und wird von Alvarez bedroht. Als er mit einer Waffe in der Hand nach draußen rennt, wird er von der Polizei festgenommen. Die Agenten kehren in die Bank zurück, wo Mulder Albert Pinchbeck aus dem Rollstuhl schubst. Es stellt sich heraus, daß er doch Beine hat, die durch Löcher in dem Rollstuhl versteckt werden. Er gibt zu, daß er in Wahrheit Herman Pinchbeck/Maleeni ist und wegen seiner Spielschulden Angst um sein Leben hatte. Als er zu Albert gegangen ist, um sich von ihm Geld zu leihen, hat er ihn tot nach einem Herzinfarkt aufgefunden. Daraufhin hat er Pläne geschmiedet, in das Leben seines Bruders zu schlüpfen, nachdem er sich mit seinem größten Auftritt zur Ruhe gesetzt hat. Mulder glaubt die kitschige Geschichte jedoch nicht und läßt ihn verhaften. Daraufhin schaut er sich Pinchbecks Computer an. Ein Bankangestellter sagt Mulder, daß er für das Einsehen von elektronischen Überweisungen Mulders Dienstnummer und einen Fingerabdruck benötige. Scully bemerkt, daß ein Überfallversuch auf ein gepanzertes Fahrzeug stattgefunden hat, welches Pinchbeck abgezeichnet hatte. Pinchbeck wird in ein Untersuchungsgefängnis gebracht, wo jemand in der Nachbarzelle an die Wand klopft. Es ist LaBonge. Pinchbeck teilt ihm mit, daß alles "mit Leichtigkeit" verläuft. Die einstigen Rivalen scheinen inzwischen kriminelle Partner zu sein. Am nächsten Morgen ist die Stahlkammer der Bank leer. Die Aufnahmen der Sicherheitskameras zeigen nichts an, doch ein früheres Tape zeigt, wie Alvarez das Gebäude betritt, woraufhin ein Wachmann sein Tattoo wiedererkennt. Das FBI stürmt den Billard-Tempel und findet das Geld. Alvarez behauptet, daß er von LaBonge hereingelegt wurde. Mulder und Scully erkennen, daß LaBonge und Pinchbeck zusammenarbeiten. Die beiden begeben sich ins Gefängnis, gerade in dem Moment, als die beiden Gauner auf Kaution freigelassen werden sollen. Die Agenten entwirren ihre Theorie: Der tote Albert Pinchbeck öffnete den beiden Männern die Tür zu einer günstigen Gelegenheit. Maleeni hat absichtlich Geld an Alvarez verloren und dann seinen eigenen Tod vorgetäuscht. LaBonge, Maleenis Schützling, hat daraufhin Alvarez hereingelegt, sich an dem Raub zu beteiligen, in der Hoffnung, Rache an Alvarez, einem früheren Zellengenossen, auszuüben. Maleeni platzierte Platzpatronen in der Waffe des Wachmannes, so daß der maskierte LaBonge nicht verletzt werden konnte. Während die beiden über Nacht eingesperrt waren, benutzten sie ihre magischen Tricks, um zu entkommen, die Bank auszurauben, das Geld bei Alvarez zu deponieren und ins Gefängnis zurückzukehren. Da das Geld wieder aufgetaucht ist, lassen die Agenten LaBonge und Maleeni frei. Hinterher erzählt Mulder Scully, daß er sich im Nachhinein gewundert hat, warum die beiden eine dermaßen genau geplante Falle aufgestellt haben, wenn sie daraus keinerlei Profit schlagen. Er zeigt ihr Maleenis Brieftasche, die aus dem Beweismittelraum entwendet hat, und behauptet, daß Alvarez lediglich dazu diente, die Agenten in die Irre zu leiten. Der wirkliche Plan der beiden bestand darin, sich Zugang zu den elektronischen Überweisungen der Bank mit Hilfe von Mulders Dienstnummer und , an die sie gelangten, als LaBonge ihm seinen Ausweis gestohlen hatte. Des weiteren benötigten sie noch einen Fingerabdruck, woraufhin Mulder die Spielkarte aus der Brieftasche zieht, die er bei Pinchbecks Trick aufgenommen hatte. Die Frage, die immer noch offen ist, ist, wie Maleeni seinen Kopf drehen konnte. Scully sagt, daß sie den Trick kenne. Sie dreht ihre Hand ganz um den Fußboden herum, während Mulder verblüfft zuschaut. Er fragt sie, wie sie das gemacht hätte, woraufhin sie lediglich erwidert: "Magie".