Zauberstaub (Theef) 7-14

Regie: Kim Manners
Buch: Vince Gilligan / John Shiban / Frank Spotnitz
Hauptdarsteller:

David Duchovny (Fox Mulder)

     Gillian Anderson (Dana Scully)
     Mitch Pileggi (Director Walter Skinner)
Nebendarsteller: Billy Drago (Mr. Peattie)
  James Morrison (Dr. Robert Wieder)
  Kate McNeil (Nan Wieder)
  Cara Jedell (Lucy Wieder)
  Tom Dahlgren (Dr. Irving Thalbro)
Handlung: Als Mulder und Scully einige grauenvolle, okkulte Morde untersuchen, werden sie mit der Welt des Voodoos und der Hexerei konfrontiert und müssen die moderne Medizin gegen altertümliche Kulturpraktiken abwägen.
     
Dr. Robert Wieder kehrt mit seiner Familie von einem Bankett zurück, das ihn als Doktor des Jahres der San Francisco Bay Area geehrt hat. Voller Fröhlichkeit und in Feierstimmung bereiten sich Dr. Wieder, seine Frau Nan und seine Tochter Lucy für das Bett vor, und laden den Schwiegervater, Dr. Irving Thalbro, ein, die Nacht bei ihnen zu verbringen. Dr. Thalbro ist erschreckt, als er in seinem Zimmer plötzlich von einem abgehärmten und groß aussehenden Mann überrascht wird. Der Bewegungsmelder des Sicherheitsalarms weckt die Wieders auf. Dr. Wieder begibt sich nach unten, wo er Thalbros Leichnam findet, der blutüberströmt von einem Dachfenster hängt. Auf der Wand steht in Blut geschrieben das Wort "Theef". Die Agenten werden zum Schauplatz des Verbrechens gerufen, wo Mulder über die Bedeutung des Wortes nachdenkt. Es gibt keinerlei Beweise dafür, daß es sich hierbei um einen Mord handelt. Als er auf dem Bett des Opfers etwas Schmutz findet, vermutet Mulder, daß Hexerei die Ursache für die Vorkommnisse ist, da Schmutz in der Regel dafür benutzt wird, Zaubersprüche auszusprechen. Seltsamerweise stimmt Scully ihrem Partner zu, daß dieses möglich sei, woraufhin Mulder ziemlich erstaunt ist. Auf der anderen Seite der Stadt riecht die Vermieterin eines heruntergekommenen Hauses etwas Verdächtiges in einem der Apartments. Sie klopft an der Tür des Mieters Mr. Peattie, der derselbe Mann ist, wie der Einbrecher im Haus der Wieders. Er teilt ihr mit, daß er dabei ist, Medizin zu kochen und bietet ihr einen heißen Umschlag für ihren schmerzenden Rücken an. Sie geht und läßt Peattie einige grob entworfene Voodoo-Puppen zu Ende nähen. Eine von ihnen hängt genauso am Hals wie Dr. Thalbro. Mulder findet heraus, daß der geheimnisvolle Schmutz von einem Friedhof stammt, was bedeutet, daß es sich um Conjure Dust handelt, einem mächtigen Werkzeug von Voodoo-Praktizierenden. Scully teilt Mulder mit, daß Dr. Thalbro an Kuru gelitten hat, einer seltenen Krankheit aus Neu Guinea. Da Kuru ein irrationales Verhalten zur Folge hat, kommt sie zu dem Schluss, daß Thalbro Selbstmord begangen haben muss. Mulder ist jedoch der Ansicht, daß dem Mann die Krankheit vorsätzlich zugefügt wurde, damit er Selbstmord begehen würde. Nan Wieder ist besorgt, als sie entdeckt, daß ein Familienfoto aus dem Haus verschwunden ist. Dr. Wieder versucht, seine Frau zu beruhigen, doch als er die Bettdecke zurückzieht, entdeckt er auf dem Bettlaken Schmutz in der Form einer Figur. Plötzlich verfällt Nan in Zuckungen und Zysten-artige Wunden brechen auf ihrem ganzen Körper aus. Während sich der Doktor um seine Frau kümmert, bemerkt er nicht, daß Peattie vor dem Haus steht und eine seiner Voodoo-Puppen, in die Nans Foto eingenäht ist, in der Hand hält. Im Krankenhaus teilt Dr. Wieder Mulder und Scully mit, daß sich seine Frau eine seltene Krankheit zugezogen hat, die normalerweise nur in Zentralafrika vorkommt. Verärgert durch Mulders Voodoo-Theorien, ignoriert Wieder Scullys Angebot, sie zu beschützen. Die Agenten erkundigen sich in einem Geschäft für Zaubererbedarf nach der Verwendung von Conjure Dust bei Mordfällen. Der Inhaber teilt ihnen mit, daß sich der Magier Macht aus einem Besitztum, daß für das Opfer eine große persönliche Bedeutung hat, verschaffen muss, um es töten zu können. Die einzige Möglichkeit, seine Macht zu verhindern, besteht darin, ihn von solch einer Quelle fernzuhalten. Dr. Wieder studiert die Untersuchungsergebnisse seiner Frau und ist schockiert, als er das Wort "Theef" auf einem der Bilder eingraviert sieht. Plötzlich erscheint Peattie hinter ihm. "Die Wahrheit schmerzt, nicht wahr?" lacht der Mann. Als der Doktor ihn fragt, warum er seiner Familie Schaden zufügt, sagt Peattie nur "Lynette Peattie". Wieder erinnert sich nicht an den Namen und Peattie verschwindet. Verwirrt durchsucht Dr. Wieder die Akten, doch der Name Lynette Peattie taucht nicht auf. Dann schaut er nach "Jane Does" und findet eine Patientenakte, die etwas Persönliches enthält. Es ist ein handgewobenes Armband mit der Inschrift "Flax hair lamb, theef of mans heart". Diese Inschrift erweckt Wieders Erinnerungen. Später in der Nacht kauft Peattie eine Tüte Popcorn aus einem Automaten im Krankenhaus und bereitet es in einer Maschine zu, die er noch nie zuvor gesehen hat - einer Mikrowelle. In der Zwischenzeit erholt sich Nan, muss jedoch erneut einige Untersuchungen über sich ergehen lassen. Als sie in die Radiologieröhre gleitet, entfernt Peattie das Popcorn aus der Mikrowelle und ersetzt es durch eine Voodoo-Puppe. In der zylindrischen Kammer krümmt sich Nan vor Schmerzen und ihr Körper verbrennt zu einem verkohltem Stück Schwarz. Peattie nimmt die Puppe aus der Mikrowelle und sagt still "Alles erledigt". Als Dr. Wieder sieht, daß das Wort "Theef" in den Brustkorb seiner toten Frau gebrannt ist, erzählt er Mulder und Scully von dem seltsamen Mann, der ihn konfrontiert hat. Außerdem erzählt er die Geschichte von Lynette Peattie, einem im Sterben liegenden Mädchen, daß er nach einem Busunfall behandelt hatte. Wieder hatte absichtlich die Morphium-Dosis hochgesetzt, um ihre Schmerzen zu lindern, obwohl die Überdosis die letzten zwanzig Minuten ihres Lebens nehmen würden. Mulder vermutet, daß der Mörder Lynettes Vater sein muss, woraufhin er und Scully das Grab des Mädchens ausfindig machen. Sie exhumieren den Sarg, doch dieser ist leer. Zurück in Peatties Apartment geht die Vermieterin hinein, um nach einem weiteren Umschlag zu suchen. Sie ist schockiert, als sie die skelettierten Überreste von Lynette im Bett liegen sieht. Sie dreht sich um, um zu gehen und stößt auf Peattie. Die Agenten schicken Dr. Wieder und seine Tochter in eine sichere Hütte, wobei Scully sie begleitet. Ungesehen beobachtet Peattie sie jedoch. In den Nachrichten wird über eine Frau berichtet, die plötzlich an einer seltenen Krankheit leidet, bei der das Fleisch zerfressen wird, wobei Mulder den Fall sofort mit Peattie in Verbindung bringt. Als er das Apartment ereicht, wurde Lynettes Schädel vom Körper entfernt. Er ruft Scully an und warnt sie, daß sich ihr Verdächtiger wahrscheinlich in Richtung der Wieders bewegt. Peattie wartet vor der Hütte und der Kopf seiner Tochter liegt in einer Box auf seinem Schoß. Peattie bricht in Scullys Auto ein und stiehlt ihr ID-Foto und Haarstränen vom Sitz. Er stopft diese Dinge in eine Puppe und durchsticht die Augen mit Sargnägeln. Scully wird blind und ihre Augen sind milchig weiß. Sie stolpert und schießt blindlings auf Peattie, der durch die Tür stürmt. Er schlägt jedoch lediglich ihre Waffe zur Seite und rennt nach oben zum Doktor und seiner Tochter. Dr. Wieder teilt Peattie mit, daß er alles medizinisch Notwendige getan hat, um seiner Tochter zu helfen und ihr Leiden gelindert hat, als er nichts mehr für sie tun konnte. Peattie sagt, daß er sie hätte retten können, wenn er dort gewesen wäre. Er zieht eine weitere Puppe hervor und sticht mit einem Messer darauf ein. Dr. Wieder fällt zu Boden und greift nach seinem Herz. Mulder kommt in der Hütte an und findet sie verhexte Puppe, die für Scullys Blindheit verantwortlich ist. Scullys Sehvermögen kehrt sofort zurück, woraufhin sie auf Peattie schießt, um Dr. Wieder zu retten. Am nächsten Tag gibt Scully im Krankenhaus zu, daß sie derselben Prozedur gefolgt wäre, wenn sie mit Lynettes Diagnose konfrontiert worden wäre. Sie wundert sich jedoch, wie Peattie seine Tochter hätte retten können. Mulder ist wieder einmal überrascht von Scullys Geständnis, zu glauben. In der Nähe liegt Peattie im Koma in einem Krankenbett, abhängig von den Wundern der modernen Wissenschaft und Medizin.