Klauen und Zähne (Patience) 8-4

Regie: Chris Carter
Buch: Chris Carter
Hauptdarsteller:

David Duchovny (Fox Mulder)

     Gillian Anderson (Dana Scully)
     Mitch Pileggi (Director Walter Skinner)
  Robert Patrick (John Dogett)
Nebendarsteller: Gary Bullock (Tall George)
  Annie O´Donnell (Ältere Frau)
  Bradford English (Detective Abbott)
  Eve Brenner (Little Old Lady)
  Jim Swanson (Swanny Swanson)
  Brent Sexton (Gravedigger)
  Bryan Rasmussen (Deputy)
  Dan Leegant (Myron Stefuniak)
  Gene Dynarski (Ernie Stefuniak)
  Jay Caputo (The Bat Thing)
Handlung: Während er seine erste X-Akte über eine Reihe von grausigen Mordfällen angeht, die mit einer Fledermaus-artigen Kreatur zu tun haben, lernt Doggett schnell, daß sich seine investigativen Techniken ein wenig von Scullys unterscheiden.
     
Es blitzt, als ein Auto an einem alten Hause in Burkley im US-Bundesstaat Idaho anhält. Ein Mann namens George steigt aus und schleicht sich in das Haus. Seine Frau schreit ihn an, warum er sie geweckt habe und befiehlt ihm, sich seiner Kleidung zu entledigen, die sich voller Einbalsamierungsflüssigkeit gesogen hat, da George ein Leichenbestatter ist. Während er sich umzieht, bemerkt er etwas an der Decke. Es scheint sich dabei um eine große Fledermaus zu handeln. Schnell springt die Kreatur auf George. Seine Frau hört seine Schreie und schreitet nach unten. Sie schreit, als sie ihren blutüberströmten Ehemann sieht. Kurz darauf wird auch sie von dem Geschöpf angefallen. Beim FBI starrt Scully traurigen Blickes auf das Namensschild auf Mulders Schreibtisch, bis sie durch Stimmen auf dem Flur aufgeschreckt wird. Doggett betritt lachend das Büro, zusammen mit zwei weiteren Agenten. Diese entlässt er, nachdem ihm Scully einen wütenden Blick zuwirft. Doggett befragt Scully wegen des Fehlens von Möbeln im Keller. "Dies ist das Büro meines Partners" sagt sie, und stellt das Namensschild wieder an seinen angestammten Ort. "Sie und ich werden es nur für einen gewissen Zeitraum benutzen." Daraufhin schaltet sie den Projektor an, der Dias von zwei Mordfällen zeigt. Scully beginnt, den Fall zu beschreiben und gleitet zweifelsohne in Mulder Rolle des Vortragshaltenden. Die Bisswunden der Frau scheinen von einem Menschen zu stammen. Scully und Doggett begeben sich zum Hause des Paares, wo sie auf Detective Abbott treffen. Dieser spricht direkt mit Doggett und kehrt Scully den Rücken zu. Obwohl die Fußspuren auf der Veranda weder menschlich noch tierisch aussehen, gibt Scully zu verstehen, daß sie sehr wohl von einem Menschen stammen könnten. Der Detective, der davon überzeugt ist, daß sie von einem Tier stammen, bezweifelt Scullys Glaubwürdigkeit. Im Innern des Hauses findet Doggett einen weiteren Abdruck und vermutet, daß er von einem verwirrten Killer mit einem deformierten Fuß stammt. Scully will ihm jedoch nicht zustimmen. Zwei von Georges Finger werden auf dem Dachboden gefunden und ihr Geruch überzeugt Scully, daß sie wieder erbrochen wurden. Die Abdrücke der Nägel auf dem Brett über den Fingern ähneln denen, die auf der Veranda gefunden wurden. Scully sagt, daß es so aussieht, als ob dort jemand "gehangen hat". Währenddessen blättert eine ältere Frau auf dem Dachboden des Anwesens der McKessons in einem Fotoalbum, während sie vom Monster beobachtet wird. Die Kreatur sprint hervor und tötet die Frau. Später stellt Scully im Leichenschauhaus fest, daß die Kratzer auf dem vorhergehenden Opfer denen auf dem Brett gleichen. Im Speichel der Bisswunden gefundene Enzyme weisen darauf hin, daß das Paar von einer Fledermaus getötet wurde. Doggett holt eine Zeitung aus Montana aus dem Jahre 1956 hervor, die über einen Fall titelt, bei dem eine menschliche Fledermaus von Jägern erschossen wurde, nachdem sie mehrere Menschen getötet hatte. Am nächsten Tag untersuchen die Agenten den McKesson-Mordfall. Ariel, die Tochter der Frau, wurde eine Woche zuvor tot aufgefunden, ihr Körper verbrannt. Diese Frau sah ihre Tochter zuletzt im Jahre 1956 - im selben Jahr, aus dem auch der Zeitungsausschnitt stammt. Scully ist davon überzeugt, daß Ariel die Verbindung zwischen allen Mordfällen ist, woraufhin Abbott wegen ihrer geschmacklosen Theorien auf sie losgeht. Nachdem Doggett ihn beiseite zieht, fügt sich der Detective Scullys Anweisungen, Ariels Leichnam zu exhumieren. Sie ist verärgert über Doggetts Verhalten, obwohl ihre Bemerkungen als sinnlos eingestuft werden. "Ich bin vielleicht nur ein altmodischer Cop", sagt er, "aber ich bin nicht sprunghaft". Daraufhin demütigt sie ihn, indem sie darauf hinweist, daß gerade er sprunghaft ist, wenn er an den Artikel mit der menschlichen Fledermaus glaubt. Detective Abbott begibt sich auf den Friedhof, doch Ariels Sarg wurde bereits ausgegraben. Er befiehlt, den Leichnam in die Leichenhalle zu bringen, doch irgendetwas in einem nahegelegenen Baum erweckt seine Aufmerksamkeit. Ein Mann mit den Flügeln einer Fledermaus fliegt aus dem Baum und tötet Abbott. Später wird sein blutüberströmter Leichnam in Scullys Leichenschauhaus gebracht, wobei Doggett einen ernsten Blick aufsetzt. Die anderen Polizisten teilen Doggett mit, daß sie ihren Theorien misstrauen und sie für den Tod des Detectives verantwortlich machen. Scully stellt durch die Autopsie an Ariel fest, daß sie trotz ihrer Verbrennungen eines natürlichen Todes gestorben ist. Die fledermausartige Kreatur hat die Menschen getötet, die mit ihrem Leichnam in Kontakt gekommen sind. Myron Stefaniuk, der Mann, der Ariels Leiche gefunden hatte, ist immer noch am Leben. Scully und Doggett fürchten um sein Leben und eilen zu ihm. Myron ist daran jedoch nicht interessiert. Sein Bruder Ernie war einer der Jäger, die die Kreatur vor vierzig Jahren erschossen haben. Als Myron sich weigert, beschützen zu lassen, beobachten sie ihn aus dem Auto heraus. Jetzt beginnt Scully, an sich selbst zu zweifeln, da sie denkt, daß sie versucht, sich mehr und mehr wie Mulder zu verhalten. Doggett verteidigt ihr Urteil und gibt zu verstehen: "Ich bin zwar kein Fox Mulder, aber ich merke, wenn ein Mann etwas verbirgt". Während sie die Überwachung vergessen, entlädt Myron seinen Truck, belädt ein Floss mit Vorräten und stößt dieses in Richtung Bird Island. Die Kreatur liegt derweil bereits auf der Lauer. Später in der Nacht versucht ein mysteriöser und maskierter Mann an die Vorräte zu gelangen, wird jedoch von Scully und Doggett überrascht. Nachdem sie ihm die Maske abnehmen, stellen sie fest, daß es sich um Ernie Stefaniuk handelt. Er hat sich seit Jahren aus Angst um sein Leben vor d3em Fledermausmann versteckt. Ernies Frau war Ariel, die verbrannte Frau, die Myron im Wasser gefunden hatte. Das Fledermausmonster hat jeden getötet, der etwas von Ernies Aufenthaltsort wusste. Ernie ist um das Leben seines Bruders besorgt und teilt den Agenten mit, daß die Kreatur die Gewohnheiten einer Fledermaus besitzt und nur nachts angreift. Doggett rennt los, um Myron zu retten, wird jedoch von hinten vom Fledermausmann angegriffen. Während er mit Scully wartet, teilt Ernie ihr mit, daß sie jetzt eine markierte Frau ist. Sie hören Geräusche auf dem Dach der Hütte, woraufhin Scully blindlings in Richtung der Decke schießt. Sie geht nach draußen, um dort nachzuschauen, doch die Kreatur hat es auf Ernie im Innern der Hütte abgesehen. Sie rennt wieder hinein und schießt auf die Fledermaus, doch diese macht sich aus dem Staub. Kurz darauf stürzt Doggett blutend und zerkratzt in die Hütte. Auch er schießt auf die Fledermaus, die in die Nacht fliegt. Zurück beim FBI schaut Scully wieder auf Mulder Namensschild. Doggett bringt ihr ein Fax von Myron herein, der inzwischen untergetaucht ist. Sie fragt Doggett, ob er glaubt, daß dieses Monster nun sie beide jagen wird. "Ich bin ziemlich sicher, daß ich es getroffen habe, Agent Scully", versichert er ihr. "Ich bin ziemlich sicher, daß Sie es auch getroffen haben." Sie zögert, bedankt sich dann jedoch bei ihm dafür, daß er ihr den Rücken freigehalten hat. "Ich hatte doch keine andere Wahl", sagt er. Sie teilt Doggett mit, daß sie sich dafür einsetzen wird, damit er einen eigenen Schreibtisch im Büro bekommt und packt Mulder Namensschild in die Schublade des Schreibtisches.