Via Negativa (Via Negativa) 8-7

Regie: Tony Wharmby
Buch: Frank Spotnitz
Hauptdarsteller:

David Duchovny (Fox Mulder)

     Gillian Anderson (Dana Scully)
     Mitch Pileggi (Director Walter Skinner)
  Robert Patrick (John Dogett)
Spezialgäste:  Tom Braidwood (Frohike)
  Dean Haglund (Langly)
  Bruce Harwood (Byers)
Nebendarsteller: James Pickens Jr. (Deputy Director Alvin Kersh)
  Kevin McClatchy (James Leeds)
  Lawrence Lejohn (Angus Stedman)
  Mary Ostrow (Krankenschwester)
  Kirk B.R. Woller (FBI Agent Gene Crane)
  Keith Szarabajka (Anthony Tipet)
  Wayne Alexander (Senior Agent)
  Wayne A. King (Bettler)
  Grant Heslov (Andre Bormanis)
  Christopher Jacobs (Notarzt)
Handlung: Während sich Scully aus Gründen, die sie ihrem neuen Partner nicht preisgeben will, in einem Krankenhaus behandeln läßt, untersucht Doggett die mysteriösen Todesfälle von 20 Sektenmitgliedern und zwei FBI-Agenten, die alle auf die gleiche Art und Weise gestorben sind.
     
Agent Jim Leeds schläft fest in seinem Dienstwagen, als sein Partner Angus Stedman plötzlich gegen die Scheibe schlägt, um ihn zu wecken. Irgendetwas scheint sich in dem Haus bewegt zu haben, das sie observieren. Leise schleichen sie sich hinein und finden dort zwanzig leblose Körper vor, deren Schädel allesamt zertrümmert sind. Stedman bemerkt etwas hinter sich, dreht sich um, und sieht einen Mann mit einer primitiven Axt. Leeds hört seine Schreie und rennt in Richtung des Korridors. Stedman liegt in einer Blutlache und sein Schädel weist dieselbe Wunde auf, wie die anderen Toten. Leeds sieht daraufhin den Mann, der nun in der Mitte seiner Stirn ein drittes Auge besitzt. Der Mann hebt seine Axt und schwingt seine Axt über Leeds. In derselben Nacht wird Doggett durch Scullys Anruf um 4:24 Uhr geweckt. Skinner bittet um Hilfe in einem Fall. Ein Agent wurde während der Überwachung einer religiösen Sekte in Pittsburgh getötet. Sie kann ihn leider nicht begleiten, da etwas "Unerwartetes passiert ist". Scully erzählt ihm nicht, dass sie ins Krankenhaus muss. Am nächsten Morgen in der Frühe trifft sich Doggett mit Skinner am Schauplatz des Verbrechens. Agents Leeds Leichnam befindet sich in seinem Auto, welches von innen verschlossen ist. Die Hinweise führen Doggett zur Annahme, dass der Mord nicht im Auto geschehen ist. "Das ist verdammt seltsam", sagt er. Zusammen mit Skinner schaut er sich das grauenvolle Szenario im Haus an, wo alle zwanzig Mitglieder der Sekte durch einen einzelnen Schlag auf den Kopf getötet wurden. Anthony Tipet, der Anführer der Sekte, wird vermisst. Agent Crane berichtet, dass Leeds Partner ebenfalls nicht gefunden wurde. Doggett und Skinner brechen Stedmans Eigentumswohnung auf, doch der Agent wurde getötet und weist dieselbe Kopfverletzung auf, wie die anderen Opfer. Stedmans Tür war von innen verschlossen. Zurück in Washington berichten Skinner und Doggett Director Kersh von dem Fall. Der Täter hat keinerlei Spuren hinterlassen. Skinner äußert die Vermutung, dass es eventuell durch Tipets Benutzung von Iboga-Halluziogenen möglich war, dass das Bewusstsein des Mannes seinen Körper verlassen hat. Diese Tatsache würde es ihm ermöglicht haben, unbemerkt angreifen zu können. Kersh ist jedoch der Meinung, dass diese weit hergeholte Theorie eher zu Scully passen würde und nicht zu Skinner. In der Zwischenzeit geht Tipet in den Straßen von Pittsburgh an einem Obdachlosen vorbei. Er benutzt ein Münztelefon, um das Labor von Andre Bormanis anzurufen. "Sie haben es getan", sagt Tipet, während Bormanis ihm wie versteinert lauscht. Daraufhin nimmt Bormanis einen Rasierer und schlitzt sich ein Kreuz auf seine Stirn. Tipet geht wieder an dem Obdachlosen vorbei, doch dieses Mal erscheint sein drittes Auge. Plötzlich verwandelt sich der Bürgersteig in Treibsand und der Obdachlose versinkt darin. Tipet erhebt seine Axt und schlägt auf ihn ein. Als Skinner ihm erzählt, dass Scully einen kleinen Urlaub nimmt, ist Doggett verärgert. Er glaubt, dass Scully und Skinner irgendetwas vor ihm verbergen. Skinner erhält die Nachricht vom Tod des Obdachlosen, der an derselben Kopfverletzung gestorben ist. Obwohl Doggett skeptisch ist, bittet ihn Skinner darum, zu glauben, dass es diese Droge Tipets Geist tatsächlich ermöglicht, an einem Ort zu sein, während sich sein Körper an einem anderen befindet. Sie verfolgen den Anruf aus der Telefonzelle zu Andre Bormanis zurück, einem verurteilten Drogendealer. Skinner und Doggett begeben sich zu Bormanis Labor und befragen ihn nach Tibet. Sie bemerken seine Narbe auf der Stirn. Bormanis Aussage nach war Tipet der einzige, der in der Lage war, die Droge zu nehmen, um in die Tiefen seiner Seele vorzudringen. Bormanis schreit um Hilfe, als er in eine Gefängniszelle geworfen wird. Doggett findet blutbedeckte Fingerabdrücke im Gefängnisflur und verfolgt diese bis zu Tipet, der in der Luft schwebt. Tipet öffnet alle drei Augen und starrt Doggett an. Dieser senkt seinen Blick und sieht, dass die Fußabdrücke zu seinen eigenen Schuhen führen. Er schaut auf seine Hand und stellt fest, dass er den abgetrennten Kopf von Scully in derselben hält. Skinner weckt ihn auf - es war nur ein Traum. Scully ist am Telefon, um Doggett mitzuteilen, dass er seinem Instinkt folgen soll. Es trifft Doggett wie ein Schlag, dass Bormanis versucht hatte, nicht einzuschlafen. Bormanis sieht Tipet in seiner Gefängniszelle. Plötzlich schwärmen Ratten auf Bormanis zu und fressen ihn bei lebendigem Leib. Doggett rennt in die Zelle, doch Bormanis wurde bereits durch denselben Schlag auf den Schädel getötet. Doggett findet die Einsamen Schützen in Mulders Büro vor. Scully hat sie geschickt, damit sie in dem Fall helfen können. Sie erklären die Vorstellung, dass ein drittes Auge jemanden näher zu Gott bringen würde. Doggett formuliert die Theorie, dass Tipet wirklich glaubt, sein drittes Auge geöffnet zu haben, und dass, indem er in die Träume anderer eingedrungen ist, er deren schlimmste Alpträume wahr werden lassen kann. Doggett ist überzeugt, dass Tipet mehr von dieser Droge haben will, um weiter töten zu können. Er lächelt die Einsamen Schützen an. "Das hätte Mulder bestimmt gedacht, richtig?", sagt er, bevor er sich zu Bormanis Labor begibt. Doggett und Skinner kommen im Labor an, und finden Tibet über einer rotierenden Tischsäge vor. Sie befehlen ihm, sich davon zu entfernen. "Ich möchte, dass das aufhört, aber ich kann es nicht stoppen", beklagt er. Tipet sagt, dass Doggett es versteht und Doggett erkennt, dass Tipet von seinem Traum weiß. Tipet beugt sich über die Säge und die Klinge schneidet sich in seine Haut. Doggett zieht ihn weg und bringt ihn ins Krankenhaus. Während er Tipet einliefert, sieht er Scullys Namen auf der Liste. Sie wurde wegen akuten Unterleibsschmerzen eingeliefert. Doggett berichtet Kersh, dass Tipet die Alpträume anderer mit Hilfe von Drogen wahr gemacht hat. Da sicht Tipet in Haft befindet, schließt Kersh den Fall, doch Doggett bittet ihn darum, ihn geöffnet zu lassen. Er erklärt, dass bislang kein einziger Beweis gefunden wurde. Da Kersh jedoch nichts mit einem unerklärlichen Fall zu tun haben will, schließt er ihn. Verwirrt von seinen Träumen hinterlässt Doggett eine Nachricht auf Scullys Anrufbeantworter, in der er ihr mitteilt, dass er weiß, dass der Fall einfach keinen Sinn ergibt. Während er in den Spiegel schaut, sieht Doggett Tipet hinter sich stehen. Als er sich jedoch umdreht, ist der Mann verschwunden. Doggett geht ins Bett und sieht nicht, dass Tipet an der Treppe mit einer Axt wartet. Am nächsten Morgen wacht Doggett auf und zieht sich an. Sein Spiegelbild zeigt ein drittes Auge auf Doggetts Stirn. Völlig geschockt blinzeln alle drei Augen ungläubig auf. Dann verschwindet das Auge. Etwas benommen geht er zum FBI und dort direkt in Skinners Büro. "Ich bin nicht sicher, ob ich wach bin", teilt er dem Assistant Director mit. Er erzählt ihm, dass er Tipet mit einer Axt in seinem Haus gesehen hat und dass er fühlt, dass der Mann in seine Träume schauen kann. Skinner versucht, ihn zu überzeugen, dass er nach Hause gehen und sich hinlegen sollte. Doggett geht durch einen merkwürdig verlassenen Korridor im zweiten Stock des FBI. Das Ende des Korridors scheint im Unendlichen zu verschwinden. Das Geräusch von widerhallenden Tritten offenbart, dass Tipet in der Nähe ist, der rückwärts flüstert "Sie wird sterben". Doggett, der ebenfalls rückwärts spricht, teilt ihm mit, dass er das nicht zulassen wird. Tipet erwidert, dass es Doggett sein wird, der Scully töten wird. Doggett schließt seine Augen und hält sich vor Kummer seine Hände vors Gesicht. Er lässt seine Hände fallen und stellt fest, dass er sich in jetzt in Scullys Apartment befindet. In seinen blutverschmierten Händen hält er die Axt. Ein tiefes, blaues Licht scheint durch das Fenster und die endlosen Schreie eines Babys erfüllen den Raum. Tränen quellen aus Doggetts Augen, als er erkennt, warum er dieses träumt. Scully schläft in ihrem Bett und Doggett hebt die Axt über sie. Er fällt eine Entscheidung und lässt die Axt fallen. Dann hebt er sie über seinen eigenen Kopf und schlägt auf sich selbst ein. Bevor er sich jedoch trifft, wird er in seinem Haus von Scully geweckt. Er lässt einen tiefen Seufzer heraus und teilt ihr mit, dass sie gerade sein Leben gerettet hat. Sie sagt ihm, dass sie bereits mehrfach versucht hat, ihn zu wecken, um ihm mitzuteilen, dass Tipet verstorben ist. Doggett war so geschockt von den gewalttätigen Bildern in seinem Alptraum, glaubt jedoch, dass jemand anderes diese dort platziert hat. "Es war ein schlechter Traum, Agent Doggett", sagt Scully. "Doch das war alles".