Der Seelenesser (The Gift) 8-11

Regie: Kim Manners
Buch: Frank Spotnitz
Hauptdarsteller:

David Duchovny (Fox Mulder)

     Gillian Anderson (Dana Scully)
     Mitch Pileggi (Director Walter Skinner)
  Robert Patrick (John Dogett)
Spezialgäste:  Tom Braidwood (Frohike)
  Dean Haglund (Langly)
  Bruce Harwood (Byers)
Nebendarsteller: Jordan Marder (Kreatur)
  Michael McGrady (Sheriff Kurt Frey)
  Justin Williams (Paul Hangemuhl)
  Natalie Radford (Marie Hangemuhl)
  Caroline Lagerfelt (Bauersfrau)
Handlung: Während Doggett die Umstände untersucht, die vielleicht zu Mulders unerklärlichem Verschwinden geführt haben könnten, taucht ein Fall auf, den Mulder vor Scully geheim gehalten hat.
     
In einer Rückblende fährt ein Auto im strömenden Regen zu einem etwas abseits gelegenen Haus. Ein Mann steigt aus und betritt das Haus, das mit einem seltsamen Symbol aus Blut gekennzeichnet ist. Im Innern befinden sich Marie und Paul Hangemuhl, die eine Kreatur mit zerstörter Haut und kataratischen Augen verstecken. Der unbekannte Mann erhebt seine Waffe und feuert auf die geheimnisvolle Kreatur, die daraufhin zu Boden fällt. Er geht zurück zu seinem Wagen und fährt davon. Der Mann ist Mulder. Am heutigen Tag sucht Doggett das Büro des Sheriffs in Squamash im US-Bundesstaat Pennsylvania auf, um mehr über Mulders Verschwinden herauszufinden. Sheriff Frey teilt ihm mit, dass Mulder dort im letzten Frühjahr gewesen ist, um das Verschwinden von Marie Hangemuhl zu untersuchen, von der man später herausgefunden habe, dass sie ihrem Anwesen niemals ferngeblieben ist. Obwohl Mulder in seinen Akten keinerlei Hinweise auf seine Untersuchungen hinterlassen hat, entdeckt Doggett Handyanrufe, die zeigen, dass er in der Woche vor seinem Verschwinden in der Stadt war. Der Sheriff bringt Doggett zum Haus der Hangemuhls, wo sie auf die kranke Marie treffen, die an Nierenversagen leidet. Sie bestätigt, Mulder getroffen zu haben, als er sie im Frühling über ihr Verschwinden befragt hatte. Ihr Mann Paul wirft schnell ein, dass nichts Außergewöhnliches passiert sein und die beiden Mulder niemals wiedergesehen hätten. Er behauptet, dass Mulder an einer traditionellen Indianerlegende interessiert gewesen sei, in der es um eine Kreatur aus den Wäldern geht, die Menschen frisst. Als sie wieder gehen, erwähnt Doggett gegenüber dem Sheriff, dass er Flicken in der Wand entdeckt habe, die vielleicht Einschusslöcher sein könnten. Zurück in Washington durchsucht Doggett Mulders Apartment. Er dreht jede Schublade um und findet eine Pistole unter dem Waschbecken. Später befragt er Skinner über den mysteriösen Fall, wie auch über die nirgendwo vermerkten drei Schüsse, die aus der Waffe abgefeuert wurden. Untersuchungen ergeben, dass Blut zurückgespritzt ist, was bedeutet, dass Mulder aus kurzer Entfernung geschossen haben muss. Obwohl Skinner versucht, Mulder zu verteidigen und Doggetts Behauptungen abwiegelt, beweisen die Nachforschungen, dass Scully einen gefälschten Bericht unterschrieben hat. Doggett verspricht, dass er die Angelegenheit nicht vor einen Ausschuss bringen wird, die Sache jedoch weiter untersuchen wird. In Pennsylvania versammelt sich derweil eine Menschenmenge vor einem Haus in den Wäldern. Paul Hangemuhl befindet sich unter ihnen. Der Anführer der Gruppe, Sheriff Frey, verlangt, dass „es“ nach draußen geschickt wird. Eine alte Frau in der Hütte erzählt den Männern, das „es“ tot sei. Plötzlich öffnet sich eine Seitentür und eine Gestalt rennt aus dem Haus in den Wald. Die Männer verfolgen die Kreatur und nehmen sie gefangen. Es handelt sich dabei um einen deformierten Mann. „Tut ihm nichts“, schreit die Frau. Später befragen Doggett und Skinner den Sheriff nach der Leiche eines unidentifizierten Durchreisenden, der am Tag nach Mulders Besuch bei den Hangemuhls gefunden wurde. Der Sheriff widersteht ihren Anschuldigungen, doch sie entdecken, dass das Grab des Mannes geöffnet wurde. Der Sarg ist leer und es scheint, als ob sich jemand selbst ausgegraben hätte. Doggett beginnt mehr und mehr, die Einwohner zu verdächtigen. Paul Hangemuhl malt das seltsame Symbol mit Hühnerblut auf seine Eingangstür, als der Sheriff auftaucht und fragt, ob Marie bereit sei. Die deformierte Kreatur wird aus einem Käfig geholt und ins Haus gebracht, wo Marie unbekleidet auf dem Boden liegt. Es hängt seinen Kiefer aus und fällt über sie her. Während sie schreit, betet ihr Ehemann im Zimmer nebenan. Doggett und Skinner kehren zum Haus der Hangemuhls zurück, um nach der vermissten Marie zu schauen. Skinner entdeckt eine Blutlache, die unter der Couch hervorsickert. Doggett vermutet, dass Mulder versucht hat, Marie vor dem zu beschützen, das in dem Sarg begraben war. In der Zwischenzeit erbricht die Kreatur eine schmutzig-trübe Flüssigkeit in die in den Boden gegrabenen Umrisse einer menschlichen Gestalt. Die Überreste eines blutigen Symbols werden am Haus der Hangemuhls gefunden. Die Lone Gunmen analysieren das Symbol über eine Internet-Verbindung und teilen Doggett und Skinner mit, dass es einen Schamanen in das Haus rufen könnte, um den Kranken zu helfen. Die Legend besagt, dass ein „Seelenesser“ die Krankheit in sich aufnimmt. Doggett glaubt, dass das Ganze mit Maries Nierenversagen zu tun hat und dass es sich bei dem begrabenen Mann nicht um einen Durchreisenden gehandelt hat. Die Agenten besuchen die alte Frau in der Hütte, da sie den Leichnam ursprünglich entdeckt hatte. Doggett erzählt ihr von seiner Theorie, dass Mulder versucht hat, die Kreatur zu töten, um Marie Hangemuhl zu retten, doch die Frau sagt, dass alles falsch sieht. Doggett entdeckt eine Kellertür in ihrem Haus und begibt sich nach unten. Er findet dort eine nackte Marie auf dem Boden, die von einer zähflüssigen Substanz umgeben ist. Er hüllt sie ein und bringt sie ins Krankenhaus. Dort erholt sie sich erfolgreich, wobei sich ihre Nieren selbstständig geheilt haben. Der „Seelenesser“ hat sie tatsächlich geholt, um sie zu heilen und Doggett erkennt, dass Mulder nicht versucht hat, Marie zu beschützen, als er auf die Kreatur geschossen hat. Doggett kehrt zum Haus der alten Frau zurück und sie erklärt ihm, dass die Menschen die Gabe der Kreatur nicht verstehen. Sie sieht deformiert aus, da es die Krankheiten der Menschen aufnimmt. Mulder ist nach Pennsylvania gekommen, um sich von seiner eigenen Krankheit zu befreien. Als er sah, dass die Kreatur leidet, konnte er es nicht mit ansehen. Er entschloss sich dazu, die Kreatur zu erschießen und somit ihr Leiden zu beenden. Daraufhin wurde sie begraben, doch sie starb nicht. Die Einwohner wussten, dass sie nicht tot ist und wollten, dass sie ihren Kranken hilft, was bedeutet hätte, dass sie weiter leiden würde. Als der Sheriff zusammen mit anderen Einwohnern auftaucht, bringt Doggett die Kreatur vorsichtig in seinen Wagen. Die Menge verlangt die Herausgabe der Kreatur, da es kranke Menschen unter ihnen gibt, die geheilt werden müssten. Der Sheriff schießt Doggett in den Brustkorb, woraufhin die Kreatur entkommt. Die Einwohner beerdigen Doggetts toten Körper und gehen. Später holt die Kreatur Doggett ins Leben zurück. Er erwacht und ist ebenfalls von der klebrigen Substanz umhüllt. Die alte Frau kümmert sich um das sterbende Wesen, das Doggett vom Tod befreit hat. „Sie haben es befreit“, sagt sie. Zurück beim FBI sitzt Doggett an seinem Rechner. Er weiss nicht so recht, was er in seinem Bericht schreiben soll. Er teilt Skinner mit, dass er bei der Suche nach Mulder kein Stück weiter gekommen ist. „Sie sind in seinen Kopf vorgedrungen“, sagt Skinner, der ihm rät, keinen Bericht zu schreiben. Doggett will jedoch, dass die Wahrheit ans Licht kommt. „Sie und ich wissen beide, was dort draußen passiert ist“, sagt der Assistant Director. „Sonst muss es niemand wissen“. Als Skinner geht, stellt sich Dogget vor, dass Mulder im Büro steht und ihn beobachtet.