Desaparecido (John Doe) 9-7

Regie: Michelle MacLaren
Buch: Vince Gilligan
Hauptdarsteller:

Gillian Anderson (Dana Scully)

     Mitch Pileggi (Director Walter Skinner)
  Robert Patrick (John Dogett)
  Annabeth Gish (Monica Reyes)
Nebendarsteller: James Pickens Jr. (Deputy Director Alvin Kersh)
  Frank Roman (Domingo Salmeron)
  Ramon Franco (Nestor)
  Eduardo Antonio Garcia (Mr. Mariano Molina)
  Luke Doggett (Jacob Handy)
  Luke Doggett (Zachary Handy)
  Zitto Kazann (Caballero)
  Bo Kane (Marine Sergeant McCormick)
  Rene Rivera (Erster Polizist)
  Luis Robledo (Crackhead)
  Charlie Hartsock (Anwalt)
 

Lucy Rodriguez (Operator)

Handlung: Als Doggett orientierungslos in einer staubigen mexikanischen Stadt gefunden wird, bemüht er sich, herauszufinden, wer er ist oder wie er dorthin gelangt ist. Nach und nach entdeckt er Bruchstücke von Informationen, die ihm helfen, das Geheimnis seiner Identität und seiner Vergangenheit aufzuklären.
         
1. Tag:
Doggett wacht auf dem Boden eines verlassenen Gebäudes auf, und bemerkt, dass ihm gerade ein Cracksüchtiger einen seiner Turnschuhe klaut. Er jagt ihn bis nach draußen und stellt fest, dass er sich auf der Hauptstraße einer runtergekommenen Stadt befindet. Alle Zeichen sind auf spanisch. Er fordert von dem Junkie seinen Schuh zurück, aber der ruft in spanisch nach der Polizei. Doggett versucht dem Polizisten zu erklären, dass ihm sein Schuh gestohlen wurde, doch der Polizist will seinen Ausweis sehen, als er den amerikanischen Akzent hört. Doggett kann ihn nicht finden und wird daraufhin von dem Polizisten nach seinem Namen gefragt. Doch Doggett weiß auch auf diese Frage keine Antwort zu geben.
2. Tag:
Doggett sitzt in einer ungemütlichen und überfüllten Gefängniszelle. Er hat noch immer nur einen Turnschuh an. Ein großer Mann lacht Doggett aus, weil er sich in einer unangenehmen Situation befindet und sagt ihm, dass er sich in Sangradura in Mexiko befindet. Obwohl Doggett noch nicht einmal seinen Namen weiß, ist er sich sicher, dass er aus dem Gefängnis kommen wird. Der große Mann erzählt ihm, dass Amerikaner nur in die Stadt kommen, wenn sie sich verstecken müssen. Soweit er weiß, könnte ein Anruf bei der amerikanischen Botschaft ihn direkt in ein amerikanisches Gefängnis bringen. Später hat Doggett eine Vision, in der er neben einer Frau schläft und ein kleiner Jung auf das Bett springt und ihn "Daddy" nennt. Doggett wird schlagartig wach und muss feststellen, dass er noch immer im mexikanischen Gefängnis sitzt.
8. Tag:
Der große Mann, Domingo Salmeron, wird von seinem Partner Nestor aus dem Gefängnis freigekauft. Domingo bietet Doggett an, dass er auch ihn freikaufen könnte, wenn er dafür für ihn arbeiten würde. Aber auf der Straße und in Freiheit lässt Doggett Salmeron hängen und geht weg. Nestor zielt mit einer Pistole auf ihn, aber Doggett entwaffnet ihn und schmeißt den Revolver weg. Er geht alleine weg. Doggett geht wieder zurück zu dem Abrissgebäude und fragt den Crack-Junkie ob er auch seine Brieftasche und seinen Ausweis gestohlen hätte. Der Junkie holt einen silbernen Totenkopf hervor, der so aussieht, als ob er eigentlich von einem Stück Schmuck stammen würde und murmelt das Wort "Desaparecido". Verzweifelt geht Doggett daraufhin zu einer Cantina und fragt nach, was für einen Job Domingo für ihn hat. Domingo erklärt ihm, dass er Immigranten über die amerikanische Grenze schmuggelt und gibt ihm Geld damit er sich ein Zimmer über der Bar mieten kann. Doggett zeigt ihm den silbernen Totenkopf, aber Domingo behauptet, dass er nicht wüsste, was er bedeutet. Als Doggett weggegangen ist, sagt Domingo zu Nestor, dass Doggett sich nur erinnern wolle - genau wie all die anderen. In dem stickigen Zimmer entdeckt Doggett eine halbmondförmige Narbe an jeder seiner Schläfen, weiß jedoch nicht, wo sie herkommen könnten. Er bemerkt außerdem eine Marine-Corps Tätowierung auf seinem linken Arm und ihm wird klar, dass er wohl mal ein Marine war. Draußen steht ein alter Herr und beobachtet Doggett durch das Fenster. Der Mann trägt ein Armband mit den bekannten silbernen Totenköpfen dran – allerdings fehlt einer der Köpfe.
12. Tag:
Beim FBI berichten Scully und Skinner Kersh davon, dass Doggett, nachdem er sich zwei Wochen in Texas umgeschaut hatte, beim Überqueren der mexikanischen Grenze gesehen wurde. Reyes, die in Mexiko aufgewachsen ist, befindet sich bereits in Texas und führt die Untersuchung zu dem Verschwinden von Doggett durch. Gegen den Wunsch von Scully und Skinner entscheidet sich Kersh dass er die Suche abbrechen und den Fall den mexikanischen Beamten übergeben soll. In San Antonio befragt Reyes einen zwielichten Traktor-Verkäufer, der vielleicht auch von Doggett befragt wurde, als dieser das Verschwinden von Hollis Rice, dem Vizepräsidenten einer Bank, untersucht hat. Obwohl der Mann behauptet, unschuldig zu sein, ist Reyes davon überzeugt, dass er einer Bande von Drogenschmugglern angehört, für die Rice das Geld gewaschen hat. Vielleicht gibt es sogar eine Verbindung zu dem Verschwinden von Doggett. Doggett hat in der Zwischenzeit eine weitere Erinnerung an seinen Sohn, der auf seinem Bett herumhüpft. Doggett wird abrupt in die Realität zurückgeholt und befindet sich einem Larga Distencia Büro, in welchem die Einwohner ihre Ferngespräche führen. Er kontaktiert einen Staff Sgt. des Büros für Öffentlichkeitsarbeit des Marine Corps und behauptet, ein Detective namens Ladatel zu sein, der versucht, ein Opfer zu identifizieren. Er beschreibt ihm die Tätowierung und der Offizier erkennt das Regiment und verspricht ihm, den Namen heraus zu finden. Plötzlich kommen zwei Beamte in das Büro und Doggett rennt hinaus, noch bevor der Staff Sgt. irgendetwas sagen kann. In einer dreckigen Garage in einem Außenbezirk repariert Doggett einen alten Bus für Domingo. Nestor beobachtet ihn argwöhnisch. Domingo gibt Doggett ein mexikanisches APB-Flugblatt, auf dem ein Amerikaner namens Henry Bruck wegen Mordes gesucht wird, der genau der Beschreibung von Doggett entspricht. Domingo warnt ihn, sich von den Beamten fernzuhalten. Später trifft sich Nestor in der Bar mit dem alten Mann, der die Kette mit den silbernen Totenköpfen trägt. Sie arbeiten beide für das Kartell. Nestor fühlt, dass Doggett irgendwie anders ist als die anderen "Verschwundenen", wie er sie bezeichnet. Der Mann informiert Nestor darüber, dass Doggett ein FBI-Agent sei, und dass er jedoch, obwohl er keinen Auftrag hat, ihn zu töten, in die andere Richtung gucken würde, wenn Doggett was zustoßen würde. Scully umgeht Kersh und fährt zu Reyes nach San Antonio. Sie erfahren, dass jemand in Mexiko versucht hat, einen ehemaligen Marine zu finden, der unter Gedächtnisverlust leidet und genau der Beschreibung von Doggett entspricht. Als Reyes klar wird, dass der Name „Ladatel“ nur die Bezeichnung der mexikanischen Telefonkarte ist, verfolgen sie den Anruf zurück. Später in der selben Nacht kommt Nestor in die Garage, wo Doggett alleine unter dem Bus arbeitet, der nur von einem Wagenheber gehalten wird. Nestor guckt ihn an und sagt: "Wir sehen uns in der Hölle, FBI" Doggett reagiert darauf, aber Nestor zieht seine Pistole. Doggett lässt schnell den Wagen vom Wagenheber und der Wagen fällt auf Nestors Fuß, bevor Doggett sich in Sicherheit gebracht hat. Nestor schreit vor Schmerzen, aber es gelingt ihm, seinen blutigen Fuß unter dem Wagen hervorzuziehen und guckt unter dem Bus nach Doggett - doch der ist verschwunden. Doggett springt vom Dach des Busses auf ihn und im anschließenden Kampf wird Nestor erschossen. Domingo kommt eine Stunde später zu der Garage und findet Nestor tot vor. Doggett fragt ihn, ob er Nestor geschickt hätte, um ihn zu töten. Nachdem er ihn mit einer Waffe bedroht, erzählt Domingo ihm, dass Doggett ein "Desaparecido" sei, einer der Verschwundenen des Kartells. Doggett wird klar, dass sie ihm seine Erinnerungen geraubt haben und Domingo erklärt ihm, dass es sein Gedächtnis nie mehr zurückerlangen kann. Plötzlich erinnert sich Doggett wieder an die Szene mit seinem Sohn, der auf seinem Bett herumhüpft, allerdings in Zeitraffer. Die Vision hört abrupt auf und Doggett verzieht sein Gesicht vor Schmerzen, was Domingo bemerkt. Dieser schlägt Doggett die Waffe aus der Hand und fängt an, ihn gnadenlos zusammenzuschlagen. Auf der Ciudad Straße in Mexiko besticht Reyes einen Polizisten, um an Informationen über Doggett zu gelangen. Er führt sie zu einem Aufbahrungsraum, aber es ist nicht Doggetts Leichnam, der dort liegt. Reyes bemerkt die gleichen halbmondförmigen Narben auf dem Kopf des Toten, wie sie auch Doggett hat.
13. Tag:
In der Bar berichtet Domingo dem alten Mann von Nestors Tod, weil er weiß, dass mit größter Wahrscheinlichkeit er derjenige war, der Nestor den Mordauftrag geben hatte. Der Mann glaubt jedoch nicht, dass Domingo Doggett nichts erzählt hat. Plötzlich leuchten seine Augen wie die einer Katze im Dunklen und er bohrt seine langen Daumennägel in die Schläfe von Domingo - genau dort, wo Doggett seine Narben hat. Ein zusammengeschlagener Doggett wacht auf dem Boden der Garage auf, neben ihm der tote Körper von Nestor. Ein Leihwagen fährt vor die Garage und Reyes kommt rein. Doggett erkennt sie nicht und greift ihren nach ihrem Arm mit der Waffe und wirft sie mit dem Gesicht zuerst in den Bus. Sie gibt sich zu erkennen und erklärt ihm, dass er ihr Partner sei, doch Doggett weiß nicht, ob er ihr trauen kann. Eine Gruppe mexikanischer Polizeiwagen fährt vor und zielt auf die Garage. Sie fordern die Agenten auf, das Gebäude zu verlassen. Einer der Polizisten ist der, den Reyes bestochen hatte, um mehr über Doggett zu erfahren. Während sie warten, fragt Doggett Reyes, wie der Name seines Sohns sei. Er kann sich an sein Gesicht erinnern, jedoch nicht an seinen Namen. Durch den Ausdruck in Reyes Gesicht wird Doggett wieder bewusst, dass sein Sohn Luke gekidnappt und getötet wurde - er bricht in dem Moment zusammen, als die Polizisten das Feuer eröffnen. Reyes versucht, sie in Schach zu halten, aber sie muss Doggett helfen. Er sagt ihr, dass sie in den Bus steigen soll und setzt ihn zurück und fährt in die Polizeiautos. Der Bus kippt um, und die Polizisten stürzen sich auf sie. Plötzlich tauchen die Beamten mit Skinner auf und nehmen die Polizisten fest. Doggett und Reyes sind gerettet. Doggett kehrt zu der Cantina zurück befragt den alten Mann. Er weiß, dass der Mann für das Kartell arbeitet und ihm irgendwie seine Erinnerungen gestohlen hat. Doggett versucht sich zu erinnern und weiß, dass er dorthin den Bänker Hollis Rice verfolgt hatte. Er weiß, dass ihm das gleiche angetan wurde, wie Rice, aber der alte Mann versteht nicht, warum er sich an seinen Schmerz erinnern möchte. "Weil es meiner ist!" sagt Doggett herausfordernd und geht. Auf der Straße erinnert er sich, dass Luke ihn geweckt hatte, weil er ihm zeigen wollte, dass er Fahrradfahren konnte. Reyes tröstet ihren Partner, weil der die Geschichte seines Sohns noch mal erleben muss. Doggett sagt ihr, dass es die Erinnerung an Luke war, die ihn gerettet hat und dass er gerne bereit ist, die schlechten Erinnerungen zu haben, so lange er sich auch an die guten Dinge erinnern kann.