Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer

Godzilla - Das Ungeheuer aus der Tiefe

Godzilla - Das Ungeheuer aus dem Meer

Gojira, Ebirah, Mosura - Nankai No Daiketto

(= Das große Duell in der Südsee) / Il Ritorno Di Godzilla

Godzilla vs. The Sea Monster / Ebirah - Horror From The Deep

Japan 1966 (Deutschland 1969)

Regie: Jun Fukuda
Produktion: Toho Company Ltd / Tomoyuki Tanaka
Buch: Shinichi Sekizawa
Kamera: Kazuo Yamada
SpFX: Eiji Tsuburaya / Teisho Arikawa
Musik: Masaru Sato
Darsteller: Akira Takarada (Yoshimura)
    Kuni Mizuno (Daiyo)
   Toru Waranabe (Ryota)
    Hideo Sunazuka (Mita / Nida)
   Alilena Twins (Mosuras Priesterinnen)
   Jun Tazaki (Kommandant der Basis)
   Akihiko Hirata (Roter Bambus Hauptmann)
   Tohru Ibuki (Yata)
   Haruo Nakajima (Gojira)
   Hiroshi Sekita (Ebirah)
Originallänge: 87 min
Deutsche Länge: 87 min 
Filmverleiher: Constantin Film / Union Film
Video: Starlight (Uncut) / Mike Hunter (Uncut)
DVD: MAWA Cine Plus VCL (Uncut)
Beschlagnahmt:     
Handlung: Yata, ein junger Fischer, ist bei einem Unwetter im Südpazifik verschollen. Während ihn die anderen schon aufgegeben haben, glaubt seine Mutter nicht an seinen Tod. Eine Wahrsagerin bestätigt sie in ihrer Ansicht. Die Frau beschwört ihren jüngeren Sohn Ryota, sich auf die Suche zu machen. Da der Bruder nicht das nötige Kleingeld hat, beschließt er an einem Dauertanzwettbewerb teilzunehmen: Als erster Preis winkt nämlich eine Segeljacht. Er verliert aber und so wollen er und zwei Freunde sich im Jachthafen umsehen. Unbemerkt macht der junge Mann ein Boot los, während seine Freunde unter Deck sind und als die Sonne aufgeht, befinden sie sich schon auf offener See. Aber sie sind nicht allein. An Bord gibt es noch einen vierten blinden Passagier, der - wie sich herausstellt - ein gesuchter Bankräuber und auf der Flucht ist. Er nennt sich Yoshimura. Das Boot gerät in einen Sturm und wird von der enormen Schere eines riesigen Hummers zerschmettert. Die vier Männer überleben und finden sich am Strand der tropischen Letchi-Insel. Die Insel, die auf keiner Seekarte verzeichnet ist, dient dem Roten Bambus, einer Militärdiktatur, als Standort für die verbotene Waffenproduktion: In einer geheimen Fabrik werden auch Atombomben gebaut. Die Eingeborenen der umliegenden polynesischen Inseln werden zu Sklavenarbeit gedungen, jedoch beteiligen sie sich mangels Wissen nicht an der Bombenproduktion, sondern pressen nur reichlich gelben Saft, mit dem das vor der Küste lauernde Ungeheuer abgeschreckt wird. Auf der Flucht vor Soldaten entdecken die vier in einer Höhle Godzilla, der bei einem Unwetter mittels Blitzeinschlag reanimiert wird und sogleich ein Scharmützel mit dem Wächter der Insel, jenem Riesenhummer Ebirah, ein Produkt des vom Roten Bambus abgesonderten Schweren Wassers, austrägt. Dabei werden sogar Felsbrocken geköpft. Auch eine Auseinandersetzung mit einem enormen Kondor und Kampfflugzeugen des Roten Bambus absolviert Godzilla mit links und macht dann zur Abwechslung die Waffenfabrik platt. Das Sklavenmädchen Daiyo, das aus dem Verlies des Roten Bambus entkommen ist und sich den vier Männern angeschlossen hat, beschwört unterdessen Mosura, die Beschützerin der heimischen Infanteninsel, sie und die anderen Sklaven in Sicherheit zu bringen. Die Bambus-Militärs versuchen sich derweil rechtzeitig vor der atomaren Selbstzerstörung der Insel an Bord eines Schiffes zu retten. Mit Hilfe jener übelriechenden gelben Flüssigkeit wollen sie Ebirah wie gewohnt abhalten, doch die Sklaven haben dieses eine Mal die Mischung verändert und so lässt sich der Riesenhummer nicht von der Mahlzeit abbringen. Als sich Godzilla und Ebirah wiedersehen, kommt es zwischen ihnen zum Endkampf. Godzilla reißt dem Hummer bei lebendigem Leib die Scheren aus. Während die anderen in einem großen Netz von Mosura, ihren beiden Däumlingspriesterinnen und auch unter Mitwirkung des verschollenen Bruders Yata gerettet werden, entkommt Godzilla kurz vor der Atomexplosion, die die Insel auseinanderreißt.
Fazit: Es heißt, ursprünglich habe Toho für diese Folge eine neuerliche Konfrontation Godzillas mit King Kong vorgesehen. Aber dieser Deal kam, wenigstens damals, noch nicht zustande. Ein anderer Gegner, an den man für Godzilla gedacht habe, war laut Teruyoshi Nakano ein Riesenoktopus und es hatte den Anschein, als wollte man schon wieder die Attrappe aus den FRANKENSTEIN-Filmen einsetzen. Schließlich entschied man sich aber für einen Riesenhummer und auch Mosura hat einen Gastauftritt. NANKAI NO DAIKETTO war der erste Film der Serie, der ausschließlich auf einer Südseeinsel angesiedelt war, deren Modellandschaft man bei Toho noch des öfteren zu verwenden hoffte, aus Gründen der Kostenersparnis. Um die Serie noch weiter in eine andere Richtung zu treiben, versuchte man es mit einem neuen Regisseur dazu. Es sollte sich nicht der Eindruck verbreiten, als sei Inoshiro Honda unersetzlich. Die Wahl fiel auf Jun Fukuda, der Hondas Regie-Assistent bei RADON gewesen war und als Regisseur 1960 DENSO NINGEN / THE SECRET OF THE TELEGIAN realisiert hatte. Fukuda war und ist nach eigenem Bekunden kein Godzilla-Fan und er hat die Erinnerungen an die Dreharbeiten, so gut es geht, verdrängt. Bei Interviews gibt er sich zu diesem Thema verdächtig einsilbig: Toho hat mir eine Kopie des Videobands geschickt, als es herauskam. Es war, als würde man eine alte Wunde öffnen. Ich habe mir das Tape nicht angesehen . Ich hab es meiner Tochter geschenkt. In Deutschland behielt der Constantin-Verleih den FRANKENSTEIN-Namen der Saperstein-Filme auch für diesen Streifen als Kundenfang bei.