Frankenstein - Zweikampf der Giganten / Duel Of The Gargantuas

War Of The Gargantuas / Furankenshutain No Kaiju - Sanda Tai Gaira

(= Frankensteinbrüder - Sanda gegen Gairah)

Japan 1966 (Deutschland 1968)

Regie: Inoshiro Honda
Produktion: Toho Company Ltd / Tomoyuki Tanaka / Henry G. Saperstein / Reuben Bercovitch
Buch: Kaoru Mabuchi (Takeshi Kimura)
Kamera: Hajime Koizumi
SpFX: Eiji Tsuburaya
Musik: Akira Ifukube
Darsteller: Russ Tamblyn (Dr. Kitei / Dr. Paul Stewart)
    Kuni Mizuno (Akemi)
   Kenji Sahara (Dr. Kiteis Assistent)
    Jun Tazaki (Gerneral)
   Hisaya Ito (Polizeihauptmann)
   Yoshifumi Tajima (Polizist)
   Nadao Kirino (Offizier)
   Nobuo Nakamura (Wissenschaftler)
   Haruo Nakajima (Sanda)
   Hiroshi Sekita (Gaira)
Originallänge: 93 min
Deutsche Länge: 77 min
Filmverleiher: Constantin Film / Union Film
Video: Starlight (Cut)
DVD: MAWA Cine Plus VCL (Cut)
Beschlagnahmt:     
Handlung: In einer stürmischen Nacht kentert ein Fischerboot in unmittelbarer Nähe der japanischen Küste. Nur einer entkommt, um den Behörden von seinem grauslichen Erlebnis zu erzählen: Zuerst war das Boot von einem Riesenkraken angegriffen worden, dann tauchte plötzlich ein grüner Gigant aus dem Meer auf, der den achtarmigen Nahrungs- konkurrenten unsanft verdrängte und einen Fischer nach dem anderen verputzte. Man kontaktiert Dr. Kitei, einen Experten in Sachen Frankenstein-Wesen und Ungeheuer. Dieser hat vor einigen Jahren aus den unsterblichen Zellen eines Urweltgiganten einen Frankenstein-Nachfolger gezüchtet. Kitei weist den indirekt geäußerten Verdacht von sich, denn er weiß: sein Frankenstein, der riesige Humanoid Sanda, war braun und gutmütig, der geschilderte aber ist ganz grün im Gesicht und bosärtig. Er und seine Assistentin Akemi haben das Wesen seinerzeit in den Wäldern des Fudschijama ausgesetzt. Tatsächlich gibt es zwei Giganten. Kitei kann es sich nur so erklären, dass sich der Braune irgendwo am Wasser verletzt hat und aus seinen Zellen der Grüne, Gaira (oder Gaila), entstanden ist. Der lichtempfindliche Grüne wird daraufhin mit Laserstrahlen beschossen, bis er zusammenbricht, doch plötzlich taucht der Braune auf und kümmert sich wie ein barmherziger Samariter um seinen Bruder. Der aber zeigt bald seine wahre Natur. Als der friedliebende Braune merkt, dass sein Bruder zum Nachtisch Menschen verspeist, gibt es eine energische Auseinandersetzung, die in Tokio fortgesetzt wird, so dann über die Tokio-Bucht hinein in die offene See, wo die Streithähne bei einem völlig überraschenden Vulkanausbruch vor der japanischen Küste von einem glühenden Lavastrom eingeaschert werden.
Fazit: Von der Toho und ihrem amerikanischen Partner Henry G. Saperstein war diese Produktion eindeutig als Fortsetzung ihres FURANKENSHUTAIN TAI BARAGON konzipiert. Die Amerikaner kündigten sie als THE FRANKENSTEIN BROTHERS an, aber alle Verweise auf den ersten Film wurden schließlich getilgt. Die Gargantuas figurierten als unabhängige Monströsitäten. Allein die Oktopus-Attrappe, die in der US-Version FRANKENSTEIN CONQUERS THE WORLD nicht auftreten durfte, war hier zum erstenmal auch international zu sehen, als sie bei stürmischer See ein Fischerboot angriff und von dem grünen Riesen Gaira angegriffen wurde. Für Inoshiro Honda war diese Produktion, trotz des Erfolges, eine seiner langweiligeren Arbeiten. Tatsächlich ist der Film streckenweise so langatmig, wie die Riesen riesig sind. Godzilla-Darsteller Haruo Nakajima wertet den Film jedoch als einen seiner besten, da ihm die leichtere Kostümierung mehr Bewegungsfreiheit einräumte und er die Monsterszenen selbst choreographieren durfte. Als amerikanischer Star wurde diesmal statt Adams Russ Tamblyn bemüht, der allerdings weit weniger populär war und sich den japanischen Partnern gegenüber eher herablassend aufführte. Henry Saperstein: Tamblyn war ein Arschloch. Ich kann es nicht mit Bestimmtheit sagen, aber ich glaube, er hielt sich für Clark Gable oder Fred Astaire oder jemanden in der Klasse. Er war ein Problem. Adams, der mit Toho noch den Kriminalfilm THE KILLING BOTTLE drehte, den Saperstein auf Eis legte, starb am 6. Februar 1968 durch Selbstmord.