Godzilla - Der Drache aus dem Dschungel / War Of The Monster

Dragon Wars - Krieg der Monster

Panik - Dinosaurier bedrohen die Welt

Daikaiju Ketto - Gamera Tai Barugon

(= Großes Monsterduell - Gamera gegen Barugon)

Japan 1966 (Deutschland 1967)

Regie: Inoshiro Honda
Produktion: Daiei Motion Picture / Masaichi Nagata / Hidemasa Nagata
Buch: Nisan Takahashi
Kamera: Michio Takahashi
SpFX: Noriaki Yuasa
Musik: Chuji Kinoshita
Darsteller: Kyoko Enami (Karen)
    Kojiro Hongo (Keisuke)
   Akira Natsuki (Ichiro)
    Koji Fujiyama (Onodera)
   Yuno Hayakawa (Kawajiri)
   Ichiro Sugai (Dr. Matsushita)
Originallänge: 100 min
Deutsche Länge: 92 min
Filmverleiher: Constantin Film / Iltis Film / Kora Film
Video: Ariola Express (Cut) / Nightmare Cinema (Cut) / Sauerland Kunststoff GmbH & Co KG (Cut) / UFA (Cut) 
DVD: MIB (Cut)
Beschlagnahmt:     
Handlung: Drei Japaner, Keisuke, Onodera und Kawajiri, wollen auf einen Tipp von Keisukes Bruder Ichiro hin in Neuguinea nach einem Opal suchen, der während des Krieges in einer Höhle versteckt wurde. Unbeeindruckt von den Warnungen Dr. Matsushitas und seines Mündels Karen, brechen sie in den Dschungel auf und finden die bezeichnete Höhle im Tal des Regenbogens. Nachdem der Opal in ihrem Besitz ist, sieht Onodera tatenlos zu, wie Kawajiri von einem Skorpion gestochen wird und elendig verendet. Dann sprengt er den Eingang der Höhle, um nicht auch noch mit Keisuke teilen zu müssen. Karen aber rettet Keisuke aus der misslichen Situation und pflegt ihn gesund. Dabei erzählt sie ihm von einer alten Prophezeiung, der zufolge jener Edelstein großes Unglück über die Menschen bringen wird. Onodera ist mit dem Stein inzwischen auf dem Rückweg nach Japan. Als er sich wegen eines Hautausschlags, einer unangenehmen Folge des Dschungelabenteuers, an Bord des Schiffes einer Infrarotbestrahlung unterzieht, wird durch Unachtsamkeit auch der Edelstein, der vermeintliche Edelstein für einige Zeit den Strahlen ausgesetzt. Resultat ist das gehörnte, blaublütige Reptil Barugon, das binnen kurzem aus dem Ei schlüpft, in Nulikommanichts zum Giganten anschwillt, das Schiff im Hafen zum Kentern bringt und in Osaka an Land steigt. Eine Zunge, die alles Leben vereist, schießt wie ein Katapult aus seinem Maul, erigiert wie ein ungeheurer Phallus, sprüht die anrollenden Panzer ein und macht Eiszapfen aus Düsenjets. Ein ebenbürtiger Gegner erwächst Barugon erst in der feuerspeienden Riesenschildkröte Gamera. Superturtle Gamera wurde beim Absturz eines unbekannten Bombenflugzeugs aus dem Eis des Nordmeeres befreit, das durch die ungeheure Hitzeentwicklung einer an Bord geladenen Atombombe geschmolzen ist. Beim Kampf, Feuer gegen Eis, obsiegt das Eis - fürs erste. Gamera wird eingefroren. Karen teilt den Behörden unterdessen mit, das Barugon, der Sage nach, wasserscheu ist. Also soll das Ungeheuer durch künstlichen Regen gelähmt und dann mit dem von einem Jeep aus projizierten Strahl eines Diamanten in die Fluten des Biebersees gelockt werden, aber wieder mischt sich Oberschurke Onodera ein, der es nach dem Verlust des Opals auf den Diamanten abgesehen hat. Diesmal freilich bezahlt er für seine Intervention mit dem Leben. Barugon fängt ihn mit der Zunge wie eine Fliege. Als nächstes versucht man mit einem riesigen Spiegel, den tödlichen Regenbogenstrahl, den Barugon emittiert, gegen ihn selbst zu lenken. Fast glückt der Plan, aber das Ungeheuer überlebt wie durch ein Wunder seinen eigenen Angriff. Inzwischen sind die von ihm vereisten Landstriche wieder aufgetaut, Gamera ist befreit und diesmal erweist er sich als der Stärkere, zieht seinen Kontrahenten in die Tiefen des Sees.
Fazit: Im Prolog des Films sieht man einige Ausschnitte aus Gameras erstem, noch schwarzweißem Filmauftritt (in Sepia). Die Monster repräsentieren den Kampf von Feuer und Eis: Der Flammenwerfer gegen den alles vereisenden Tannenzapfen von Zunge (= Phallus), den sein Gegner aus dem Maul schießt, der von der Konstruktion her entfernt an Tohos Angilas erinnert. Die deutsche Bearbeitung weist eine ähnliche Spezialität auf wie BEFEHL AUS DEM DUNKEL: Um an den Erfolg der Godzilla-Serie anzuknüpfen, nannte man den Drachen aus dem Dschungel Godzilla und gab Gamera ersatzweise den Namen seines Widersachers Barugon (nicht zu verwechseln mit Tohos Baragon). Das war irgendwie, als wolle man Kohl Schröder oder Harald Juhnke Hans Albers nennen.