Godzillas Todespranke / Yongary - Das Monster aus der Tiefe

Dai Koesu Yongkari / Taekoesu Yonggary / Monster Yongkari

Godzilla - Das Monster mit der Todespranke / Great Monster Yongary

Godzilla - Monster des Schreckens / Yongkari, Monster of the Deep

Godzilla - Monster des Grauens / Great Monster Yongkari

Yongary, Monster from the Deep

Südkorea 1967 (Deutschland 1972)

Regie: Kiduck Kim
Produktion: Kuk Dong Film
Buch: Yunsung Suh / Kiduck Kim
Kamera: Kenishi Nakagawa / Inchib Byon
SpFX:   
Musik:  
Darsteller: Yungil Oh
    Chungim Nam
   Soonjai Lee
    Moon Kang
   Kwang Ho Lee
   Lee Hunter
   George Stapleton
Originallänge: 100 min
Deutsche Länge: 74 min 
Filmverleiher: Cinerama / Äquator
Video: ABC (Cut) / Bootleg (Cut) / Family Video (Cut) / United Video (Cut) 
DVD: Astro Best Entertainment (Cut) / Marketing (Cut)
Beschlagnahmt:          
Handlung: Als Effekt eines Atombombentests an der chinesischen Grenze kommt es auf der Halbinsel Li Lau Tung zu einem Erdbeben, dessen Ausläufer bis zur Westküste von Korea zu spüren sind. Mehr noch, das Epizentrum bewegt sich über den südkoreanischen Grenzposten Panmunjom mit Zielrichtung Seoul. Experten aus Japan werden zu Rate gezogen, aber es ist Dr. Jo, der mit einer unglaubwürdigen, aber zutreffenden Theorie kommt. In seiner Kindheit hat er eine Legende gehört, in deren Mittelpunkt ein riesiges Monster steht, das im Erdinnern haust: Yongkari.  Während eines neuerlichen Bebens gelingt einem Fotografen ein Schnappschuss, der Jos hirnrissige Hypothese bestätigt. Auf dem Bild sind in einer Felsspalte für wahr die Umrisse eines Ungeheuers zu erkennen. Offensichtlich hat die Atomexplosion das Monster reaktiviert, das sich nunmehr in einer Welle von Erdbeben manifestiert. Als Yongkari, eine Art riesenhafter Ceratosaurus, Seoul erreicht hat, taucht er aus dem Erdinnern auf, verwüstet die südkoreanische Metropole und stärkt sich, wie Dr. Jos aufgeweckter Sohnemann Jang beobachten kann, indem er einen enormen Öltank aussäuft. Man entschließt sich, alle Schleusen und Ventile einer außerhalb der Stadt in Nam Sam gelegenen Raffinerie zu öffnen, um das Untier von Seoul wegzulocken. Als das erste Ziel erreicht ist, versucht man das Ungeheuer mit Raketen abzuschießen. Keine Wirkung. Dann besprüht man es von einem Helikopter aus mit Ammoniak, das bei dem Urwelt-Giganten einen gigantischen Juckreiz ohne Lachwirkung, aber mit anschließender Lähmung bewirkt. Der Exitus des sagenhaften Tieres ist jetzt unvermeidlich, die Reste werden ins All geschossen.
Fazit: Dieser Streifen, der natürlich auf den ersten Blick nichts mit Tohos Godzilla zu tun hat, stammt aus Südkorea. Die Firma Kuk Dong Film fühlte sich berufen, ebenfalls am Erfolg der japanischen Monsterfilme zu partizipieren. Die Handlung ist denkbar einfach strukturiert, wird doch dieselbe Geschichte erzählt, von der man seit dem ersten GO]IRA kaum abgewichen war. Auch in einer anderen Hinsicht dachte man sich nichts Neues aus: Yongkari sieht Godzilla frappierend ähnlich. Um den Klau nicht allzu offensichtlich zu machen, statteten die Koreaner ihren Saurier mit einem zusätzlichen Horn auf der Schnauze und diversen Zacken am Schwanz aus. Bemerkenswert ist allein, das DAI KOESU YONGKARI recht unverhohlen mit antikommunistischer Propaganda arbeitet. Übrigens gibt es auch ein nordkoreanisches Monsterabenteuer (GIANT MONSTER PULGASARY), das Kim Jong-II mit Toho-Hilfe (Teruyoshi, Nakano) realisierte.