Guila - Frankensteins Teufelsei / The X From Outer Space

Uchu Daikaiju Guirara (= Großes Weltraummonster Guirara)

Japan 1967 (Deutschland 1972)

Regie: Kazui Nihonmatsu
Produktion: Shochiku Company Ltd / Akihiko Shimada
Buch: Kazui Nihonmatsu / Hidemi Motomochi
Kamera: Shizuo Hirase
SpFX: Hiroshi Ikeda
Musik: Taku Izumi
Darsteller: Eiji Okada (Kato)
    Toshiya Wazaki (Captain Sano)
   Peggy Neal (Lisa)
    Franz Gruber (Dr. Berman)
   Shinichi Yanagisawa (Miyamoto)
   Itoko Harada (Michiko)
   Kaisuke Sonoi (Dr. Shioda)
   Mike Daning (Dr. Stein)
   Hiroshi Fujioka (Korrespondant der Station)
Originallänge: 89 min
Deutsche Länge: 88 min 
Filmverleiher: Constantin Film
Video: UFA (Cut) 
Beschlagnahmt:     
Handlung: Das japanische Raumschiff AAB-Gamma befindet sich unter Captain Sano auf einer Mission zum Mars. Es ist der siebte Anlauf, den die Japaner unternehmen: Sechs Raumschiffe samt Besatzungen sind verschollen. Nachdem AAB Gamma von einem UFO angegriffen worden ist, das Besatzungsmitglied Miyamoto als das größte Spiegelei beschreibt, das er je gesehen habe, muss man auf der Mondbasis Zwischenstation machen. Gut gestärkt setzt man den Flug fort, aber wieder startet das UFO eine Attacke. Am Triebwerk erkennt man eine eierähnliche, strahlende Substanz. Sano nimmt eine Probe dieser radioaktiven Substanz vakuumverpackt an Bord. Da Vorsicht bekanntlich die Mutter der Porzellankiste ist, entschließt man sich, das Unternehmen Mars vorzeitig abzubrechen und zur Erde zurückzukehren, um die Substanz in einem Labor des Astronauten-Center untersuchen zu lassen. Dort ist die Überraschung groß, als sich herausstellt, dass das unförmige Mitbringsel lebendig ist. Noch größer wird das Erstaunen, als sich daraus ein vogelähnliches Monstrum entwickelt, das auf sechzig Meter wächst, alle Energie absorbiert und dem keine Artillerie der Welt etwas anhaben kann. Allein durch Beschuss mit Guilalanium, das aus Mondgestein gewonnen wird, aber so aussieht wie handelsübliche Rasiercreme, kann Guila gestoppt und davon abgehalten werden, den Raumhafen des FAFC (Fuji-Astro Flying Center) zu zerstören. Das Ungeheuer schrumpft und zerfällt zu einer Schaummasse. Zum Schluss bleibt nur ein Ei, das in einem Behälter versiegelt und dahin zurückgeschossen wird, woher es gekommen ist: ins All.
Fazit: Einmal mehr bediente sich ein japanischer Monsterfilm freizügig und ungefragt bei einem Ray Harryhausen-Film: In 20 MILLION MILES TO EARTH (Die Bestie aus dem Weltenraum, 1956-57) wächst eine venusische Kreatur, von einer amerikanischen Raumfahrtmission als Mitbringsel mitgebracht, in Rom auf übergroße Proportionen und zerstört einige Wahrzeichen der Ewigen Stadt, bis sie auf dem Kolosseum von aufgefahrenen Panzern abgeschossen wird. Der Unterschied zum vorliegenden Monster besteht lediglich im Wechsel der Örtlichkeiten (Mond statt Venus; Tokio statt Rom) und im extrem lächerlichen (Hühner) Design des Ungeheuers.