Godzilla - Die Rückkehr des Monsters / Return Of Godzilla

Gojira / Godzilla 1985 / Godzilla 1985 - A Legend is Reborn

Japan 1984 (Deutschland 1985)

Regie: Koji Hajimoto
Produktion: Toho Company Ltd / Tomoyuki Tanaka
Buch: Shuichi Nagahara
Kamera: Kazutami Hara
SpFX: Teruyoshi Nakano
Musik: Reijiro Koroku
Darsteller: Keiju Kobayashi (Premierminister)
    Ken Tanaka (Goro Maki)
   Yasuko Sawaguchi (Naoko Okumura)
    Shin Takuma (Hiroshi Okumura)
   Yosuke Natsuki (Professor Hayashida)
  Taketoshi Naito (Takegami)
  Tetsuya Takeda (Penner)
  Eitaro Ozawa (Finanzminister)
  Mizuho Suzuki (Außenminister)
   Junkichi Orimoto (Mori)
   Kengo Nakayama (Gojira)
Originallänge: 103 min
Deutsche Länge: 82 min
Filmverleiher: Neue Constantin Film
Video: Empire (Cut) / Marketing (Cut)
DVD: Astro Best Entertainment (Uncut) / Marketing (Uncut)
Laserdisc: Astro (Uncut)
Beschlagnahmt:     
Handlung: Goro Maki, ein junger Reporter, sichtet nach einem Sturm auf dem Meer den ziellos treibende Frachter Yahatamaru. Als er an Bord geht, befindet er sich auf einem Geisterschiff. Plötzlich wird er von einem riesigen Insekt angegriffen aber Okumura, Biologiestudent und einziger Überlebender der Besatzung, kann ihn vor den Schicksal bewahren, das seine Kameraden ereilt hat. Okumura sitzt noch voll der Schock in den Gliedern, den er beim Anblick jenes Giganten erlitten hat, dessen prähistorische Parasiten das Schiff kurz darauf überfallen haben. Maki leitet die phantastische Geschichte nach Tokio weiter, aber dort wird sie unter der Rubrik Seemannsgarn abgetan. Allein Professor Hayashida interessiert sich für die unglaublichen Ereignisse. Er besucht Okumura, um dem Wahrheitsgehalt der Geschichte auf den Grund zu gehen. Und er schenkt den wirren Schilderungen Glauben, vermutet, dass es sich bei der monströsen Silhouette, die Okumura gesehen hat um jenen Saurier handeln muss, der Tokio schon einmal vor dreißig Jahren verwüstete und auch Hayashidas Kind tötete: Godzilla! Wahrscheinlich ist das Monster durch einen Vulkanausbruch geweckt worden. Damit unter der Bevölkerung keine Panik ausbricht, wird von der Regierung Geheimhaltungsstufe eins angeordnet. Inzwischen wird ein sowjetisches Atom-U-Boot von einem unbekannten Feind vernichtet. Die Russen verdächtigen die Amerikaner und der Konflikt zwischen den Supermächten droht zu eskalieren. Doch bevor es zu Feindseligkeiten kommt, ortet die Luftaufklärung den wahren Übeltäter: Godzilla taucht auf und besucht erst einmal ein Atomkraftwerk nahe der Pazifikküste, um sich für den anstehenden Vernichtungsfeldzug zu stärken. Hayashida nimmt an, dass der Saurier den Ultraschallwellen der Zugvögel folgt und arbeitet fieberhaft an einer Apparatur, die ihn desorientieren soll. Während Godzilla durch Tokio stapft und von der Super X, einer fliegenden Festung, mit Kadmium-Bomben beschossen wird und bevor die Supermächte Atombomben gegen ihn einsetzen können, was die Japaner verständlicherweise aus Prinzip ablehnen, installiert Hayashida seine Anlage am Krater eines Vulkans, des Mount Mihara auf der Oshima-Insel. Als Godzilla die Ultraschallwellen registriert, ändert er seinen Kurs, erreicht die Insel und stürzt, dank rechtzeitig am Kraterrand gezündeter Sprengsätze, in die brodelnde Lavasuppe.
Fazit: Nach einer Absenz von zehn Jahren lockte der neue, der sechzehnte GODZILLA gleich am ersten Tag 350.000 japanische Monsterfans in die Kinos. Für den neuen gelte nicht mehr die Devise der letzten Comedy-Versionen:  Das ist nicht mehr ein Mr. Nice Dinosaur. Wie ehedem (1954) ist das Monster darauf aus, riesige Gebäude mit einer einzigen radioaktiven Ladung zu rösten. Die Fans haben gesagt, sie wollten einen Godzilla sehen, der gefährlich und furchteinflößend ist, erklärt Sayuri Takano, der Leiter von Tohos 40000 Mitglieder starkem Godzilla-Fanclub, keinen Verteidiger von Wahrheit und Gerechtigkeit. Abgesehen von Godzillas wiederhergestellter Identität sieht der neue Film jedoch ganz so aus, als hätte er ein wenig Hilfe und ein wenig Cash - von Steven Spielberg vertragen können. Um gegen die 240 Meter hohen Wolkenkratzer von Tokios Shinjuku-Distrikt wenigstens halbwegs bestehen zu können, wurde Godzilla fast doppelt so groß gemacht, von 50 auf 80 Meter. So gut es ging, versuchte Teruyoshi Nakano auch neue Spezialeffekt-Techniken in das trotz STAR WARS und Epigonen alte Spiel der japanischen Monsterfilmer zu adaptieren: Im ersten Film hatten sie Drähte in das Maul des Anzugs eingezogen und klappten den Kiefer auf und zu wie bei einer Puppe. Fernsteuerung zur Kontrolle des Mauls benutzten wir zuerst 1962 in KINGU KONGU TAI GO]IRA und später auch für die Augen, aber Fernsteuerung hat ihre Grenzen sie kann keine sensiblen Bewegungen ausführen, etwa die Lippen kräuseln. Bis 1975 war dies die Ultima ratio unserer Technik. Für diesen Film hier benötigten wir einen großen Godzilla, damit wir Aktionen im Detail darstellen konnten. Der Weisheit letzter Schluss - neben den üblichen Anzügen - war die Konstruktion eines (medienwirksam verkauften) 5-Meter-Cybot: Wir versuchten seine Monstrosität und sein furchteinflößendes Äußeres im Detail auszudrücken, indem wir das Spiel seiner Muskeln und Lippenbewegungen zeigten. Nach Drehschluss war die mechanische Technologie jedoch bereits so weit entwickelt, dass wir gut und gerne einen kleineren Godzilla für diese Aufgabe hätten verwenden können. Das beweist, dass die Geschichte von Godzilla auch den Fortschritt in den Spezialeffekten wiedergibt.